Taxi!! (Oder doch lieber laufen?)

Taxifahren in Dubai ist ein Erlebnis –  leider nur selten ein schönes. Die meisten Taxifahrer sprechen kaum Englisch, sind dafür aber umso unfreundlicher. In Dubai kennen sie sich, auch wenn sie schon viele Jahre hier leben und taxifahren, ungefähr so gut aus wie die meisten von uns bei ihrem ersten Besuch in Tokyo. Diese Defizite machen die Taxi-Fahrer mit einem Kamikaze-Fahrstil wett, der eine so große Dankbarkeit im Fahrgast auslöst, überlebt zu haben, dass die meisten nicht mal dran denken, sich zu beschweren. Einfach nur raus hier, ist der einzige Wunsch am Ende der Fahrt.

Aber all dies soll sich nun ändern. Die Taxi-Fahrer, die das Taxi für 12 Stunden von einer Taxi-Gesellschaft mieten und möglichst viel fahren müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, werden ab sofort geschult. Wer jetzt an Fahrschulen, Sicherheitstraining, Englisch-Unterricht oder Benimm-Stunden denkt, der liegt falsch. Die Taxi-Fahrer werden Koran-Stunden erhalten. Geduld und Respekt für andere sollen den Herren auf diese Weise vermittelt werden. Religionszugehörigkeit egal, der Koran ist für alle gut, so die Verantwortlichen im Verkehrsministerium.

Vielleicht nehme ich auch ein paar Koran-Stunden, ich hoffe, das stärkt meinen Glauben in die Wirksamkeit dieser Maßnahme.

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29 Gedanken zu „Taxi!! (Oder doch lieber laufen?)

  1. Das ist ein Scherz, oder??!! Die Taxifahrer sind wirklich ein Horror. Was ich schon alles erlebt habe. Einmal hat mich ein unfreundlicher arabischer Taxifahrer durch die Weltgeschichte gefahren, nur damit ich mehr zahlen muß. Ich kannte die Strecke aber auswenig, weil ich sie fast jeden Tag fuhr. Ich wies ihn darauf hin, aber von Frau lässt man sich ja nichts sagen. Als wir dann zu Hause waren und er statt die normalen 15 Dirham, 33 Dirham haben wollte, weigerte ich mich und legte ihm nur die 15 hin. Er wurde wütend und schrie, daß er die Polizei rufen würde. Ich schien cool und sagte, daß er das machen soll und dann werde ich erzählen, daß er die Fahrgäste verarscht!! Dann war er still und fuhr ab. Als ich im Haus war, fing meine Beine an zu zittern….

    • Ja, die Jungs können echt heftig sein…das mit dem extra falsch fahren machen viele, manche sind aber auch wirklich so blöd und kennen den weg nicht. Das neueste ist der Trick, betrunkene Fahrgäste bei der Polizei anzuzeigen, vielleicht haben sie ja keine Alkohol-Lizenz. Ist der größte Witz überhaupt, da fährt man extra Taxi und lasst das Auto stehen und dann kriegt man hinterher trotzdem noch Ärger….

  2. Koran-Stunden sind also ein Allheilmittel …
    wieso muß ich da jetzt spontan an die alte OB-Tampon-Reklame denken … damit kanst du reiten, Ski fahren, schwimmen, Taxi fahren …
    😆

    • Ich frage mich vor allem, in welcher Sprache sie den indischen Taxifahrern, den Koran eigentlich näher bringen wollen. Englisch können die so wenig wie arabisch…vielleicht übersetzen sie ihn noch schnell auf Hindu…

  3. Mein Gott-äh- Allah… ich wundere mich jedesmal über die Gemeinsamkeiten von Dubai und meinem Land (Türkei). Irgendwo sind sie sich wohl alle total ähnlich….pff, die spinnen die Moslems! 😉

    Also bei uns ist es noch nicht soweit mit den Taxifahrern. Die sind noch gut bedient mit ihrem reichhaltigem Fluchwort-Repertoire (bei DEM Verkehr dort, besonders in Istanbul, hilft auch kein Koran mehr)
    Aber bei der Regierung zur Zeit, würde es mich nicht wundern, wenn es dort auch schon soweit wäre.

    Also ich stimme sweetkoffie zu. Mit den Tampons kann man viel mehr machen. Jawohl!
    Die könnten z.B. die Ohren damit zustopfen, dann müssen sie sich auch meist nicht aufregen in dem ganzen Hupkonzert dort…Entspannung pur sach ich dir.

    Vielleicht sollte man den Regierungen das mal vorschlagen?
    Oder auch nicht….bin mir nicht so ganz sicher….*schluck*

  4. Nur um zu sehen, ob ich das jetzt richtig verstanden habe:
    Die Taxifahrer bekommen Koranunterricht, damit sie höflicher mit ihren Fahrgästen umgehen.
    Ein Tampon hilft besser als Koranunterricht.
    Daraus ergibt sich, der Tampon ist die bessere Religion und Frauen sind die besseren Taxifahrer.

    Lasst Euch bei den Gedanken lieber nicht erwischen, dass gibt Ärger, sowohl mit den Taxifahrern als auch mit den Koranfreunden. Echtma.

  5. Na irgendwo muss man doch anfangen. Vielleicht kommen dann als nächstes Stunden, wie man richtig mit Messer und Gabel isst. Man weiß es doch nicht…

  6. Einige Taxifahrer hier brauchen das nicht mehr, sondern sind von sich aus gute Muslime. Ich war mal kurz vor Sonnenuntergang mit ein paar Freundinnen im Taxi unterwegs. Der Taxifahrer hat uns dann gefragt, ob er an der Moschee zum Abendgebet anhalten dürfte – da wir seinem Seelenheil nicht im Wege stehen wollten, haben wir natürlich ja gesagt. Und: Ja, das Taxameter lief während des ganzen Gebets weiter… 🙂

    Liebe Grüße Karin

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