Ich komm doch nicht mit…Teil 2

Der Junge, der beim Besteigen des Flugzeugs eine derartige Flugangst entwickelte, dass er die Rückreise in seine Heimat England nicht antreten konnte, ist immer noch in den Emiraten. Nächste Woche beginnt er das neue Schuljahr an seiner alten Schule, der Vater ist auf Jobsuche.

Was ist passiert? Sollten die beiden nicht über Land mit dem Auto zurück nach England kehren? Sollten sie, doch Volkswagen hat die Reise in letzter Minute wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Eine Schiffsreise konnte wegen einer massiven Panikattacke des Jungen auch nicht angetreten werden.

Der Vater schritt zum Äußersten und folgte den vielen Ratschlägen der Schwiegermutter-Leser: Der Junge sollte betäubt nach Hause geflogen werden. Sogar ein Arzt sollte mit an Bord des Flugzeugs sein, falls der Junge aufwachen würde. Doch allein die Ankündigung des Vaters versetzte den Jungen in einen derartigen Angstzustand, dass die Eltern schließlich aufgaben. Vater und Sohn bleiben vorerst in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Mutter und Schwester leben bereits wieder in England.

Der Junge wird nun wegen massiven Angstzuständen behandelt und der Vater hofft nach einer erfolgreichen Therapie vielleicht doch nach Hause zurückzukehren können. So sehr meine Kinder mich auch aufregen können – nach der Meldung bin ich froh, dass sie – bis jetzt – nur ganz normale Macken haben.

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23 Gedanken zu „Ich komm doch nicht mit…Teil 2

  1. So langsam wird es aber lächerlich – man muss ein Kind auch nicht in alle Entscheidungen einbeziehen und alles im Voraus besprechen. Manchmal verhindert Unwissenheit auch Angst.Vielleicht ist es aber eher die Angst vor der Schule als vor dem Transportmittel?
    Es gibt übrigens einen Fußballer beim HSV, der ursprünglich aus Südamerika kommt. Dort fliegt er auch jeden Sommer hin und komischerweise entwickelt er nur dann, wenn der Rückflug ansteht, eine massive Flugangst, die meist dazu führt, dass er sich erst ein paar Wochen nach dem Beginn der neuen Saison wieder nach Deutschland wagt.Tja, solche Phänomene sollte mal jemand wissenschaftlich untersuchen….

  2. Oh Mann. Mein Vater würde jetzt sagen: Dem Rotzlöffel müsste mal richtig der Popo versohlt werden. 😉

    Diese Meinung würde ich natürlich NIE unterstützen. Gewalt ist schließlich keine Lösung.

    LG

  3. Mal ganz im Ernst. Ich hätte dem Jungen auch nicht mitgeteilt, dass ich vorhabe ihn zu betäuben. Wie früher Beim A-Team: Ins Essen gemischt und ab dafür!
    Sicher wäre er dann zurück gewesen, hätte festgestellt, dass er betäubt wurde und eine neuerliche Panikattacke entwickelt, aber wie man sieht, hat er die so schließlich auch.

    • Seh ich genauso. Vielleicht hätt er sich sogar gefreut, dass er auf einmal doch mitfliegen konne, ohne dass es ihm weh tat. Vielleicht hätte man ihn so heilen können.. Tja, schade. Alles vorbei. Jetzt sitzt er für immer in den Emiraten, er wird sich sicher irgendwann mal drüber ärgern und seinen Eltern die ganze Schuld geben. Freu mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte.

  4. Also ich frage mich in erster Linie woher ein Junge so eine extreme Flugangst hat, oder auch Panikattacken vor Schiffsreisen. Dann frage ich mich allen ernstes wieso die Eltern sich darauf einlassen. Sorry, aber manchmal ist Reden doch Gold und ich würde mich von meiner Brut nicht in die Knie zwingen lassen

  5. So ähnlich wie meine Vorredner denke ich auch. Man kann einem Kind nicht jede Entscheidung zumuten. Wenn es nun schon die Familie trennt, geht das ganze zu weit. Ich hätte es ihm auch ins Essen gemischt und ab wäre es gegangen. Mit Sicherheit steckt sowieso was anderes dahinter.

  6. Ähm ja, Kinder in Entscheidungen einzubeziehen ist eine gute Sache, aber es gibt Grenzen und die sind hier erreicht. Ich frage mich ob der Junge eine Flugangst hat oder nicht doch eher Angst davor seine gewohnte Umgebung zu verlassen.
    Vermutlich wäre es schlauer gewesen ihn uneingeweiht in den Schlaf zu versetzen und dann ab ins Flugzeug… Ein Vertrauensbruch den man einem 11-Jährigen aber sicher erklären kann…
    Hoffentlich entwickelt meine Süße nicht solche Marrotten!;-)

      • So schwer mir das fällt, das zu sagen: Dafür sind es Kinder und dafür sind *in diesem Fall* die Eltern da, die Entscheidung zu treffen. Die dann nicht lauten kann: „Ochnö, dann fliegen wir halt nicht“.

        Ich glaube auch, dass der eher Angst hatte, die Umgebung zu verlassen, der Unterschied England/Dubai ist ja nu mal kein kleiner. Nicht nur wettermäßig sondern auch mentalitätsmäßig. Und seine Freunde wird er vorläufig ja auch nicht wiedersehen, wenn er erstmal in England ist.

        Grummel. Entweder ist das Kind ein hochbegabter kleiner Schauspieler und die Eltern beide nicht ganz dicht oder da ist wirklich was richtig übles vorgefallen… mit DEM Ergebnis kann eigentlich nicht mehr viel dazwischen liegen…

  7. Ehrlich, ich frage mich, warum die Eltern so einen Terz überhaupt mitmachen. Ich finde es schon seltsam genug, dass die Familie jetzt getrennt ist, aber gut…dass Volkswagen die Fahrt sponsoren wollte ist aber nun wirklich…äh ja. Gehts noch? Verkehrte Welt…

  8. Also wirklich: Allmählich halte ich das für einen Witz: Das gibt es doch nicht, wieso wird es dem Jungen vorher gesagt, dass er betäubt werden soll? Allerdings: Sehr seltsam ich stimme buchstabenchaos und anderen zu! Da stimmt (was/vieles) nicht.

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