Die Sache mit dem Haken….

Wie viel ist es wert, dass die eigene Tochter glücklich verheiratet ist? Einem Geschäftsmann aus HongKong ist es 65 Millionen US-Dollar wert. Soviel hat er demjenigen Mann geboten, der es schafft das Herz seiner Tochter zu erobern und sie zu heiraten.

Jetzt könnte man ja meinen, dass die Tochter hässlich oder besonders dumm sein müsse, bei so einer Summe. Ist sie nicht. Nach Aussagen des Vaters ist Tochter Gigi schön, talentiert, liebt ihre Familie und tut Gutes in Form von Wohltätigkeitsarbeit. Einen Haken hat die Sache aber natürlich doch: Gigi , 33, hat laut Bericht einer chinesischen Zeitung im Frühjahr ihre Lebensgefährtin in Frankreich geheiratet. Oh, das sind ja zwei Haken, Gigi ist lesbisch und bereits verheiratet.

Oder doch nur ein Haken? In HongKong werden gleichgeschlechtliche Ehen nicht anerkannt und Homosexualität ist verpönt. Trotzdem wahrscheinlich kein ganz leichtes Unterfangen, Gigis Herz zu gewinnen.

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23 Gedanken zu „Die Sache mit dem Haken….

  1. Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt…
    Unser Omma quatscht bei jeder Gelegenheit junge Männer an, die ihr gefallen. Sei es im Supermarkt oder in der Bahn etc.
    Umgarnt sie omahaft liebnett, erzählt von ihrer hübschen, gebildeten und nicht verheirateten Enkelin, kriegt dann im besten Falle die Handynummer, um sie anschließend besagter Enkelin (-> seit 12 Jahren offiziell lesbisch und mit Freundin lebend) zuzustecken.

  2. Tja. So wirklich viel weiter sind wir diesbezüglich hier in Deutschland auch nicht wirklich. Hier mag es zwar z.B. die gleichgeschlechtliche Ehe geben (was ich absolut begrüße!), aber bei den Menschen selbst ist die Toleranz noch nicht so wirklich angekommen. Gerade die älteren Generationen (Großeltern, aber eben auch Eltern) tun sich da schwer mit.

    Mir tun Homosexuelle richtig leid – und das ist nicht bezogen auf deren sexuelle Ausrichtung, sondern darauf, wie deren Umfeld nicht selten reagiert. 😦 Das muss die Hölle sein (bzw. ist es; kriege ich oft bei Bekannten mit, deren Eltern solche Themen dann gekonnt totschweigen).

  3. Hm… für die Summe sollte sich doch so was wie eine Scheinehe arrangieren lassen. Sie heiratet ihren besten schwulen Freund und alle sind glücklich… 😉

    Aber mal ernsthaft: Das werde ich auch nie verstehen, dass das vom Umfeld nicht akzeptiert wird. Aber eine „richtige Ehe“, in der nur gestritten oder geschlagen oder was weiß ich wird, die ist besser? Hm…

  4. Aber es gibt doch Tabletten dagegen… und wenn nicht, kann er das Geld ja in die Forschung selbiger stecken. *wink* *hüpf* Ich bin Hobbyforscher, schon erwähnt?

    Am Anfang beim Lesen fiel mir spontan die Sesamstrasse ein, da gab es doch so einen Märchenvorleser und auch mal eine Geschichte von einem König, der einen Mann für seine Tochter gesucht hat.

  5. Das wir einer so fortschrittlichen Welt teilweise noch derart mittelalterlich leben^^
    Meine Güte, bei den alten Griechen hat es zum guten Ton gehört schwul oder wenigstens ein bisschen bi zu sein. Bei den Römern waren Vielweiberei und Vergewaltigung teilweise gesellschaftlich akzeptiert, aber im 21. Jahrhundert schafft es ein reicher Mensch nicht die sexuelle Orientierung seiner Tochter zu akzeptieren. Traurig sowas.

  6. Kann mich noch nicht so recht entscheiden, ob ich das für nen ziemlich derben und unangebrachten PR-Gag des Vaters halten soll…oder eben nicht. Ist in beiden Fällen Murks.

    Gesellschaftliche Akzeptanz dauert immer ein paar Generationen, bis sie sich letztendlich durchsetzen kann, um das mal mit der Toleranz aufzugreifen. Je älter die Bevölkerungstruktur, umso schwieriger und langwieriger der Prozess. Gilt für viele Dinge, in diesem Fall (Homosexualität) aber besonders, da kirchlich-moralische Grundsätze mit reinspielen.

    Ganz, ganz liebe und völlig unbrummige Grüsse (gnihihi)

  7. Komm gerade zurück aus Mykonos, wo das gar kein Thema ist. Da sieht man haufenweise gleichgeschlechtliche Pärchen, dazwischen Heteros und keiner denkt sich was dabei. Ich würde mir das für Österreich auch wünschen …

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