„Traumhaftes“ Dubai

Gerade vor ein paar Tagen habe ich über einen britischen Immobilien-Hai berichtet, der nach einer Reihe geplatzter Checks in einem Dubaier Gefängnis wie eine Sardine leben musste. Mittlerweile schwimmt Safi Qurashi aber wieder obenauf und hat nun die anderen Besitzer der Inseln des Prestigeobjekts „The World“ aufgerufen, mit ihm gemeinsam die Entwicklung der Inseln voranzutreiben.

Ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ wirbt Safi Qurashi, dem die Insel Großbritannien gehört, dafür, dass doch Dinge wie Infrastruktur und Logistik günstiger würden, wenn man es zusammen plant und durchführt.

Ich habe vor vielen, vielen Monden mal im Nebenfach Wirtschaftspolitik studiert und kann dank meines damals mühevoll errungenen Wissen sagen: „Da hat der Mann recht“. Umso erstaunter war ich jedoch, als ich am Ende des Artikels las, dass eine Insel – der„Libanon“ – bereits fertiggestellt und der dort ansässige Beach Club seit Anfang diesen Jahres in Betrieb ist.

Meine Leidenschaft für Google-Suchen ist bekannt und selbstverständlich habe ich auch den Libanon vor Dubai sofort gegoogelt. Was soll ich sagen: Traumhafte Strände, Pools und ein Wahnsinnblick auf den Burj Khalifa und Dubai. Wer mitträumen möchte, hier der Link zur Website des „Royal Island Beach Club“.

Was mich aber noch ein wenig mehr beeindruckt hat, ist die Tellerwäscher-Story hinter dem „Libanon“. Gekauft hat die Insel im Jahr 2008 der indische Geschäftsmann Wakil Ahmed Azmi – für 200 Millionen Dirhams (40 Millionen Euro). Nicht gerade wenig Geld für einen Mann, der erst 20 Jahre zuvor nach Dubai gekommen war und seine Karriere als Tellerwäscher im Jumeirah Beach Hotel begann.  Fünf Jahre später war er bereits Operation Manager der Hotelgruppe. Einen Posten, den er erst 2011 aufgab, um sich ganz seiner Insel und dem Beach Club zu widmen. Da sage mir noch einer, in Dubai würden keine Träume war.

Und vielleicht erfülle ich mir demnächst mal einen kleinen Traum und besuche den „Libanon“ – mit dem Wassertaxi, die Dubaier Verkehrsbehörde plant bereits eine öffentliche Verbindung.

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11 Gedanken zu „„Traumhaftes“ Dubai

  1. Um den Ruf einer Unke zu entgehen, verkneife ich mir nun meine ersten Gedanken zu veröffentlichen und wünsche dir stattdessen einfach nur viel Spaß im Libanon.

    Mach Fotos für uns;-)

  2. Von wegen die USA seien das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.. die werden ja nicht mal mit ihren eigenen Problemen fertig.. wer heute noch Millionär werden will, muss also nach Dubai. Mir wäre so ein Millionärsleben dann doch zu anstrengend.

  3. Ich, als eher an die nördlichen Meere gewöhnte Zeitgenossin, hätte ja Angst, dass so ein Mini-Inselchen bei einer Sturmflut einfach untergeht. Aber das gibt es bei euch wohl nicht?

    • Nö, von Sturmflut habe ich hier noch nie was gehört. Im Winter, wenn es in den Bergen regnet, werden wohl die Wadis gerne mal überflutet und wer sich dann dort aufhält hat ganz schlechte Karten, aber von einer Sturmflut an der Küste hat man wohl nichts zu befürchten…

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