Schnell, der Elefant muss mal!!!

Elefant

Was passiert, wenn man einem Elefanten in einem Wildreservat in Thailand mit Kaffeebohnen füttert? Ich habe da so einige Ideen: der Elefant zeigt sich mit dem Rüssel an die Stirn, der Elefant weigert sich, das Zeug zu fressen oder auch, der Elefant kriegt fiese Blähungen. Nichts von alldem ist richtig. Wenn man einen Elefanten in Thailand mit Kaffeebohnen füttert, macht man aus den „Hinterlassenschaften“ des Elefanten einen der teuersten Kaffees der Welt und vertickt das Ganze unter anderem an Verrückte in zwei Nobelhotels in Abu Dhabi.

Die Kaffeebohnen, die man den Elefanten im Wildreservat füttert, bleiben nämlich während ihres Aufenthalts im Elefanten – ganz im Sinne von „was vorne reingeht, kommt auch hinten wieder raus“ – so gut wie unbeschädigt. Dafür erhalten sie aber ein ganz besonders fruchtiges Aroma, schließlich liegen sie im Elefantenmagen neben Bananen und Zuckerrohr.

Selbstverständlich ist das alles keine Tierquälerei, denn nur Elefanten, die mögen fressen die Kaffeebohnen, die dann am nächsten oder übernächsten Morgen von Arbeitern per Hand aus dem Dung gefischt werden. Da bekommt der Spruch „Die Nadel im Heuhaufen suchen“ eine ganz neue Bedeutung.

Nur 70 Kilo der Elefantenspezialröstung gibt es auf der ganzen Welt und 2 davon haben es nach Abu Dhabi geschafft. Rund 60 Euro muss man dort für 4 Tässchen des „Black Ivory“-Kaffees zahlen. Und wer jetzt denkt „schwarzes Elfenbein“ sei schon ein schönes Wortspiel, der hat noch nicht gehört, wie der Hersteller selber sein Produkt – im Spaß natürlich – nennt: Crappucino. (Crap ist ein englisches Wort für Mist oder auch Schei…).

Und ich frage mich – bei einer schönen, ganz normalen Tasse Kaffee auf der Terrasse: Wie genau kommt man auf die Idee einem Elefanten Kaffeebohnen zu füttern, die dann aus dem Mist wieder rauszusuchen, zu rösten und für unglaubliches Geld zu verkaufen?

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24 Gedanken zu „Schnell, der Elefant muss mal!!!

  1. Wäre das keine Geschäftsidee für dich? Füttere doch mal deinem Hund Kaffeebohnen… Für besondere Effekte kannst du ja dann noch den „Shit glitter“ zufüttern, Goldpartikel, die den ganzen Schei… glitzern lassen. Wenn du den Preis hoch genug ansetzt, findest du bestimmt Abnehmer. 😉

    Liebe Grüße Karin

  2. Is doch ne prima Idee. Mal Leute aufn Tässchen einladen die man nich mag. Und sich selbst dann Tee bestellen. Würd nur noch grinsend da sitzen.
    Sachen gibts.

  3. Wenn man uebersaettigt ist, kann man schon auf solche Ideen kommen. Ich habe schon früher darüber gelesen. Noch schlimmer als die Leute, die im wahrsten Sinne des Wortes Sch eiße zu Geld machen – denn wer wollte das nicht? – finde ich die Deppen, die so etwas kaufen, nur um zu zeigen, dass sie es sich leisten koennen.Die wuerden auch den ganzen Misthaufen essen, wenn er nur teuer genug ist.

  4. Ich kenne das ganze mit Affen richtigerweise Schleichkatzen. Nennt sich Kopi Luwak und es wird im Jahr ca 250 kg produziert. Entsprechend teuer ist ein Tässchen dieses angeblich Erdig, modrig, mild, sirupgleich, gehaltvoll und mit Untertönen von Dschungel und Schokolade… So ein Kaffeetester, dessen Name mir nicht bekannt ist.
    Das Kilo kostet dann 1000 €, also ein Schnäppchen;-)

    Da hat dann wohl jemand gedacht, was mit Affen geht, geht auch mit elefanten und die Ausbeute ist dann auch größer, weil die mehr fressen..

    Schlaues Kerlchen, das!

    • „Mit Untertönen von Dschungel“…. Oh Mann! Was werden doch die Leute vera….t – wobei, es gibt halt welche, die es mit sich machen lassen und welche, die sich da bloß an den Kopf tippen. 😉 Danke für diesen tollen „Erguss“ eines unbekannten Kaffeetesters….

  5. Da bekommt der Spruch: „Aus Sch… Gold machen“ eine ganz neue, wahre Bedeutung. Ich kannte das auch von diesen Schleichkatzen, aber Elefanten ist natürlich genial. Diese Ausbeute!

  6. Ich frage mich vielmehr: Warum habe ich nicht mal so eine lukrative Idee. Vielleicht mische ich morgen früh meinem Kaninchen mal ein paar Kaffeebohnen unters Trockenfutter. Wer weiß, vielleicht führt Möhren- und Kohlrabi-Aroma im Kaffee ja zu einer Geschmacksexplosion…

  7. Die ganze Idee find ich ja gar nicht schlecht. Als Kaffeekenner schmeckt man solche Nuancen aus dem Mageninhalt eines Elefanten nurnmal raus. Habe selbst schon Kaffeeseminare besucht und kann mittlerweile hochwertigen Kaffee zumindest schon den unterschiedlichen Kontinenten zuordnen. Ob man nun Katzen- oder Elefantenkaffee braucht ist ja jedem selbst überlassen. Kopi Luwak ist übrigens nur knapp über 100 € pro Kilo, lohnt sich also für ein exklusives Weihnachtsgeschenk für den Chef 😉
    Das Schlimme an der Sache ist eigentlich: Dummerweise erfahren von diesen exklusiven Sorten eben nicht nur Kaffeekenner, sondern alle die gerne etwas mehr ausgeben und jeder will probieren. 2007 gab es einen Film namens „Das Beste kommt zum Schluss“. In diesem Film wird Kopi Luwak erwähnt und was passiert? Danach will jeder Depp will diesen außergewöhnlichen Kaffee trinken.
    Da kommen natürlich einige auf die pfiffige Idee, wenn ich die Katzen einsperre und ihnen nur noch Kaffee zum Essen gebe kann ich billig produzieren. Und schon haben wir die Tierquälerei!
    Das ist der Grund, weshalb man immer skeptisch sein sollte bei durch Tiere fermentierten Kaffeebohnen. Am besten nur kaufen, wenn man das Tier persönlich kennt. Also vielleicht doch eher mal mit dem eigenen Hund versuchen… 😉

  8. Also DAS kannte ich bisher nur von Kopi Luwak. Nur dass dieser Kaffee von Katzen ausgesch***en wird, die den tatsächlich freiwillig fressen. Ich finde das bestusst.

  9. Hihihi, ich hab es gestern Abend bei Logo gesehen mit den Jungs und ich bleib bei meinem normalen Kaffee, da ich so ca. 76 Tassen am Tag trink wäre dies mein Ruin, diesen Katzenkaffee hab ich auch schon mal gehört, aber ich bin da wohl zu fantasievoll *kopfkino* nee nee mein normaler Kaffee reicht

  10. Ich bleibe lieber beim Tee. – Vielleicht war alles ein Unfall? Der Elefant hat die kostbaren Kaffeebohnen gefressen und dem Besitzer blieb gar nichts anderes übrig. um nicht pleite zu gehen?

  11. Vielleicht sollten wir hier in Bayern das mal bei unseren vielen Kühen probieren, einen Almrindviechschmankerlkaffee sozusagen kreieren… :mrgreen:
    Und ja, der Spruch „Aus Sch…e Geld machen“ ist hier absolut zutreffend!

  12. Das gibt’s von anderen Viechern auch. Nennt sich glaub ich Kopi Luwak. Ich weiß allerdings die Viecher nicht mehr, die dazu gehören.

    Die menschheit kommt manchmal wahrlich auf beschissene Ideen 😛

  13. Also ich würde den gern mal kosten. Und die Idee mit der Produktion durch Kühe finde ich hochinteressant. Es gibt Milka-Kühe, warum nicht auch Kaffeekühe? Hinten kommt der Kaffee raus und in der Mitte die Milch… Könnte man sich glatt auf den Balkon stellen… 😀

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