Abgetaucht…

In Dubai wird gerne gebaut – auch unter Wasser, bzw. im Wasser. Mehrere Projekte wie „The Palm Jumeirah“ oder „The World“, bei denen „Inseln“ auf denen Hotels und Hochhäuser errichtet wurden, im Meer aufgeschüttet wurden sind weltweit bekannt. Demnächst soll sogar ein ganzes Unterwasser-Hotel in dem Emirat errichtet werden.

Ein anderes „Bauprojekt“ vor der Küste von Dubai wurde in den vergangenen fünf Jahren etwas weniger medienwirksam durchgezogen, dafür aber mit umso durchschlagenderem Erfolg. Ein 2200 Quadratmeter großes Korallenriff wurde im Jahr 2008 unter Wasser umgesiedelt, da die Gefahr bestand, es könne den anderen Bauvorhaben im Meer zum Opfer fallen.

49 Tage lang dauerte das Umsiedeln von über 1100 mit Korallen besetzen Gesteinsbrocken vor der Küste von Dubai im Jahr 2008, dann hatte das Riff seine neue Heimat am Rande der künstlichen Inselgruppe „The World“ gefunden. Mit 36 Millionen Dirhams (ca. 7,2 Millionen Euro) schlug die Aktion zu Buche, doch laut Marineexperten hat sich der Aufwand gelohnt. Das Riff ist seit der Ankunft in seinem neuen Zuhause um 20 Prozent gewachsen, mittlerweile kann man 18 verschiedene Korallenarten und 30, zum Teil seltene, Fischsorten dort finden.

Der amerikanische Marinespezialist John Burt lobt in einem Zeitungsbericht den Umzug des Riffs als einen der größten und erfolgreichsten jemals auf der Welt durchgeführten und der Discovery Channel hat mittlerweile eine Dokumentation über das Riff gedreht. Die gute Tat für die Unterwasserwelt schlägt sich auch im Tourismus wieder, das umgesiedelte Riff ist bei Tauchern sehr beliebt – bleibt nur zu hoffen, dass die neue Aufmerksamkeit Korallen und Fische nicht verschreckt.

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3 Gedanken zu „Abgetaucht…

  1. das ist doch wenigstens mal was sinnvolles- wobei so etwas auch nicht nötig wäre wenn man in normalen dimensionen beim bauen denken würde. aber, was ist heutzutage schon noch normal…

  2. Von dem künstlichen Insel-Projekt „The World“ hört man inzwischen so gut wie gar nichts mehr – irgendwann, vor gar nicht langer Zeit, habe ich mitbekommen, dass das wohl ein riesiger Flop sein soll, und dass man dieses Projekt nicht einmal mehr überfliegen, geschweige denn filmen und fotografieren dar.

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