Das Haus des Schreckens

Halloween steht vor der Tür und meine Küche ist bereits mit Fledermäusen, Kürbissen und einer lebensgroßen Hexe geschmückt. Doch damit nicht genug, die Planungen – der Kinder – wie wir dieses Jahr auch den Rest unseres Heims in ein Haus des Schreckens verwandeln laufen auf Hochtouren.

Ich wiederhole derweil meinen jedes Jahr gerne und oft gemachten kleinen Scherz: „Geht doch als Hexen, dann braucht ihr euch gar nicht zu verkleiden“, den meine Kinder komplett ignorieren, dabei scheint er dieses Jahr mehr denn je zuzutreffen, überhörte ich doch folgende Konversation:

Große Tochter: „ Im Vorgarten machen wir am Tag von Halloween, wenn die Kinder zu „Trick or Treat“ kommen, einen Friedhof mit Kreuzen und Vampiren!“
Kleine Tochter: „Cool! Und dann brauchen wir noch schaurige Musik und ganz viele ausgehöhlte Kürbisse. Mindestens Tausend!“

Ich mache mir kurz eine Notiz, bei der Bank nachzufragen, ob sie einen Halloween-Kredit im Angebot haben, da für Kürbisse jedes Jahr ein paar Wochen vor Halloween ein gar magischer Preisanstieg zu verzeichnen ist, dass man sich auch gleich Gold in den Vorgarten legen könnte.

Große Tochter: „Das wird so gruselig, ich kann es kaum noch abwarten.“
Kleine Tochter: „Ich auch nicht. Ich bin so aufgeregt!“

Beide hibbeln ein wenig auf dem Sofa rum, als unser dicker, schwarzer Kater zu ihnen springt und gestreichelt werden will. Die große Tochter schaut den Kater lange an und man kann sie förmlich denken sehen.

Große Tochter: „Weißt du, bei Halloween gibt es doch auch immer schwarze Katzen! Wie wäre es, wenn wir den Eddie an eins der Friedhofskreuze fesseln, der miaut doch immer so gruselig, wenn er gegen seinen Willen festgehalten wird!“
Kleine Tochter: „Cooooooool! Das wird der Hammer.“

Sie schaut Eddie, der von seinem grausamen Schicksal nichts zu ahnen scheint und behaglich schnurrt, ebenfalls lange an.

Kleine Tochter: „Und wie wäre es, wenn wir in bis Halloween in der Küche festmachen? Mit Kleber, damit er nicht mehr wegrennen kann? Direkt bei der Hexe, das würde so cool aussehen!“

Ich: „Edgar, komm mal zu mir…“.

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8 Gedanken zu „Das Haus des Schreckens

  1. Armer schwarzer Kater…an Deiner Stelle wuerde ich in den naechsten Tagen einsame Ecken und dunkle Gassen meiden, wer weiss, was Frankenstein und Mr. Hyde mit Dir vorhaben..

  2. Oh, der Ärmste… ich denke aber, du wirst ihn gut beschützen!
    Hab grade auf dem Blog von Nono eine super Halloween-Verkleidung gesehen: einfach eine schöne dicke Maske auftragen, am besten eine grüne.. die dann trocknen lassen und schön Mimik machen, damit die Maske Risse bekommt. Bisschen Babypuder drüber, fertig. Genial und super einfach. Und tut auch noch der Haut gut!

  3. Also was die Kürbisse betrifft… bei uns im Schwarzwald gabs letztes Jahr eine extrem gute Ernte. Wir dachten beim Kauf (direkt vom Bauernhof): Der hat ja gar keine mehr im Hof? Sind wir wohl zu spät gekommen… und klingelten am Haus. Als wir nach einem Kürbis fragten, wurde der Landwirt allerdings sofort geschäftig und wuselte zur Scheune. Nach Öffnen des Tors kamen mehrere mannshohe Container zum Vorschein, voller Kürbisse, sowie der Satz: „Wollen Sie nicht gleich einen ganzen Container mitnehmen? Oder wenigstens 10 Stück (a 30 kg oder so, wohlgemerkt)? Der Arme wusste gar nicht wohin damit… Ich werde ihm dieses Jahr deine Töchter empfehlen

  4. Ich bin eine Halloween-Verderberin. Daher schreibe ich mal nichts weiter darüber, was ich von Kindern halte, die vor fremden Haustüren Süßigkeiten erpressen. 😉

  5. Pingback: Heimat – ein altmodisches Konzept? | Kulturschock Deutschland

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