Sozialhilfe made in Dubai

Sozialhilfe in einem Land, das keine Steuern kennt? Geht das überhaupt? Klar, wenn auch auf eine etwas ungewöhnliche Art und Weise.

Echte Armut sieht anders aus, aber nicht jeder Staatsbürger der Vereinigten Arabischen Emirate hat eine eigene Ölquelle oder ist sonst irgendwie stinkreich. Also greift der Staat seinen Bürgern mit niedrigem Einkommen gerne mal hilfreich unter die Arme. Zum Beispiel mit einem Nummernschild für ein Taxi.

Von diesen speziellen, kommerziellen Nummernschildern gibt es 6591 allein in Dubai und wer ein solches besitzt muss das Taxi nicht selber fahren, kann aber dennoch gutes Geld damit verdienen – indem er es an eines der Taxiunternehmen „vermietet“. Und die dürfen, wie sollte es anders sein, ohne die Extra-Plaketten ihre Taxis nicht auf die Straße schicken.

Im Gegenzug bekommt der glückliche Nummerschildbesitzer einen jährlichen Bonus, der von der Regierung festgelegt und von den Taxiunternehmen zu zahlen ist. In diesem Jahr sind es 26,4 Millionen Dirhams (ca. 5 Millionen Euro), die an die glücklichen „Schildbürger“ ausgezahlt werden. Macht immerhin rund 4000 Dirhams (ca. 800 Euro) pro Schild. Sozialhilfe der etwas anderen Art.

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3 Gedanken zu „Sozialhilfe made in Dubai

  1. Ich kenne ja nun nicht die Preise in Dubai, vermute aber mal, dass das lediglich für eine Monatsmiete reicht. Oder liege ich da falsch? Oder besteht die Sozialhilfe dann aus mehreren Schildern, die ein solcher Bürger dann besitzt?

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