Der Fußball-Fan und die Fernbedienung

Männer können so rücksichtsvoll sein. Ein Herr aus Saudi-Arabien beweist das – ausgerechnet während und mit der Fußball-WM. Fußball ist in Saudi-Arabien äußerst beliebt, auch wenn die letzte WM-Teilnahme ein paar Jahre her ist (2006 in Deutschland).

Die WM-Spiele werden dennoch mit großer Begeisterung verfolgt und ein fürsorglicher Ehemann hat für seine Frau extra einen „Vertrag“ ausgearbeitet, damit es wegen seiner Fußballbegeisterung nicht zum Ehestreit kommt.

Wichtiger Hintergrund des Vertrages ist die Tatsache, dass Frauen in Saudi-Arabien nicht Auto fahren dürfen und meist darauf angewiesen sind, dass ihr Ehemann oder ein anderer männlicher Verwandter sie durch die Gegend kutschieren. Um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, hat der fußballsüchtige Ehemann seine Frau unterschreiben lassen, dass Besuche bei Verwandten nur bis zwei Stunden vor den Fußball-Spielen stattfinden können, Fahrten in die Shopping-Mall sind an WM-Spieltagen ganz verboten.

Ebenfalls Bestandteil des Vertrages: Die Frau darf Wut- und Freudenausbrüche des Mannes während der WM-Spiele nicht kommentieren. Grund: Der Ehemann will die natürliche Schönheit seiner Frau nicht zerstören, wenn er im Affekt die Fernbedienung nach ihr wirft, wenn sie ihn in einer Situation des emotionalen Stresses anspricht. Ist das nicht rücksichtsvoll? Obwohl ich mich schon frage, wie groß genau die Fernbedienung ist, wenn man die eigene Frau damit krankenhausreif „werfen“ kann.

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2 Gedanken zu „Der Fußball-Fan und die Fernbedienung

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