Sommerloch oder „Habe ich wirklich so lange nicht in den Spiegel geschaut?“

Sommerloch. So nennt man das wohl, wenn auch eher seriöse Zeitungen mit Geschichten aufwarten wie der des Ex-Guns N’Roses-Musikers Slash, der im süßen Alter von 14 Jahren die Mutter der Freundin betäubt hat, um auf dem Sofa ungestört Ringelpiez mit Anfassen machen zu können.

Dazu kann ich zwei Dinge beitragen. Ersten, ich habe auch nichts mehr zu berichten, bevor ich mich am Wochenende auf in den Urlaub nach Deutschland mache. Zweitens, ich sehe aus wie Slash. Ehrlich! Als ich die „News“ über den Gitarristen las, fiel mir eine Geschichte ein, die ich vor rund zwei Jahren als eine der ersten hier in meinem Blog geschrieben habe. Und weil ich damals ca. 3 Leser hatte und heute nichts besseres zu berichten habe, veröffentliche ich sie einfach noch mal, damit auch alle neuen Leser wissen, warum Slash und ich uns so ähnlich sehen:

Nachdem ich seit Monaten jeden Morgen im Auto Katy Perry hören muss, habe ich beschlossen, den Musikgeschmack meiner Kinder zu erweitern. Ganz uneigennützig, natürlich. Die Tatsache, dass sie mit ihren sechs und vier Jahren überhaupt Katy Perry statt traditionelle Volkslieder hören ignoriere ich geflissentlich. Schließlich möchte ich auch nicht jeden Tag „Fuchs, du hast die Ganz gestohlen“ bis zu 800 Mal hören.

Also habe ich heute morgen das Laptop nach dem Frühstück auf den Tisch gestellt und ihnen bei YouTube ein Video von Queen gezeigt. Auch nicht gerade Volksweisen, aber immerhin beherrschen die ihre Instrumente und Freddie Mercury konnte singen. Nachdem Queen auf fast positive Resonanz gestossen war, wurde ich übermütig. In einem Anfall von Zuversicht gepaart mit Erinnerungen an meine Jugend spielte ich ihnen als nächstes Guns N‘ Roses vor. Ich sehe ein, das war falsch und pädagogisch nicht wertvoll. Ungläubige, entsetzte Gesichter starrten mich an. Dann erschien Slash auf der Bildfläche. Und meine jüngere Tochter fragte: „Bist du das Mama?“

Ok, dann wachsen sie halt mit Justin Biber und Katy Perry auf. Übrigens ich habe glatte, braune Haare. Und wer nicht weiß, wie Slash aussieht, der schaut am besten mal hier:  http://www.snakepit.org/

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7 Gedanken zu „Sommerloch oder „Habe ich wirklich so lange nicht in den Spiegel geschaut?“

  1. Ach komm…….sieh das Positive darin. Du wärst ja echt ne coole Sau gewesen, wenn du bei Gunsnroses in der Band gespielt hättest und deine Kinder haben halt nur das Coolste von dir gedacht. Warum hast du nicht ja gesagt ;-D? Sowas mach ich bei meinen Kindern manchmal auch um zu gucken was passiert ;-DDD. Okay, der Große schnallt´s inzwischen ;-DDD!!! Rock you Schwiegermutter! Auch mit glatten, langen Haaren und schade, dass du nächste Woche nicht da bist! Wir hätten zusammen ein wenig verglühen können ;-)! GlG Anne

  2. Ich hoffe, Du spielst ihnen trotzdem ab und zu musikgeschichtlich bedeutende Songs vor. Man kann nie wissen, ob sie sich nicht doch dadurch eines Tages von den Singer-Songwriter-Götzen abwenden. Frei nach „der Appetit kommt beim Essen“. 😉

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