Weihnachts-Wahnsinn!

Wann ist endlich Weihnachten? Ich halt das nicht mehr lange aus. Nicht wegen der Geschenke (es gibt ja nur eine Kleinigkeit), nein, meine Familie dreht durch. Und wer muss die vorweihnachtlichen Eskapaden ausbaden, ertragen, unterstützen, ignorieren oder gar gutheißen? ICH!

Es fängt mit der jüngeren Tochter an. Die streut sich seit Tagen Zimt über alles Essbare: Gurkensalat, Ratatouille, Hamburger.

„Mit Zimt schmeckt alles besser und nach Weihnachten!“ behauptet sie lautstark, kann ein leichtes Würgen aber nur schwer unterdrücken. Immerhin, sie ist konsequent. Bin sehr froh, dass ich nicht ihr Kind sein werde.

Die ältere Tochter „isst“ zwar normal, hat sich dafür aber heute Nacht gegen 3.30 Uhr wie ein nasser Sack Mehl auf mich fallen lassen. Das Kind wiegt mittlerweile über 30 Kilo und ich bin Kummer gewöhnt, aber das tat weh. Ob sie mich in dem nicht gerade kleinen Bett versehentlich oder absichtlich getroffen hat, bleibt ihr vorweihnachtliches Geheimnis, es entspann sich jedenfalls folgender Dialog:

Tochter, mit leiser, wehleidiger, kränkelnder Kinderstimme: „Mama“.

Ich: „Mmmmh.“

Tochter mit lauter, wehleidiger, kränkelnder Kinderstimme: „MAMA!“

Ich: „Mmmmh.“

Tochter, schreit: „M.A.M.A.!!!!!!

Ich, ebenfalls schreiend: „Ja!

Tochter, mit sehr wehleidiger, kränkelnder Kinderstimme: „Mama, ich habe Ebola.“

Das iPad ist dann erstmal weg und Bob Geldorf kann sich auf eine Weihnachtskarte von mir freuen. Und für alle, die denken, ich sei herzlos: Das Kind hat leichte Halsschmerzen, kein Fieber, Husten oder Schnupfen. In Afrika war sie auch noch nie.

Hund und Katze machen bei dem Reigen des vorweihnachtlichen Wahnsinns in der Familie übrigens keine Ausnahme – vor allem seitdem ich ihnen erzählt habe, dass wir dieses Jahr über Weihnachten nach Deutschland fliegen. Und dass sie leider in „wir“ nicht eingeschlossen sind.

Der dicke, schwarze Kater läuft seitdem mit Weihnachtsmütze rum und tut als sei er der Weihnachtsmann persönlich. Er denkt wohl, dass wir ihn dann schon mitnehmen werden, schließlich ist er für die Geschenke zuständig. Habe ihm gesagt, dass er dann ja prima mit seinem Rentierschlitten nachkommen kann. Und, dass man sich den Weihnachtsmann etwas freundlicher vorstellt.

IMG_2547Der Hund ist schlauer und hat sich in ihr „Verlasst-mich-ruhig-alle-Schicksal“ gefügt. Eine gewisse Anklage meine ich in ihrem Blick dennoch zu erkennen:

IMG_2407

 

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und bis zum nächsten Jahr, ich bin dann mal weg….

 

Advertisements

7 Gedanken zu „Weihnachts-Wahnsinn!

  1. Ebola!!! Hahahahah, pass bloss auf, dass Deine Mehlsacktochter dass nicht am Flughafen wiederholt, sonst koennt ihr die Feiertage in der Sicherheits-Quarantaenezone des Frankfurter Flughafens verbringen, so à la Tom Hanks…
    Alles Liebe, gute Reise und schon Mal Frohe Weihnachten, aber wir hoeren bestimmt noch voneinander, bis dahin: immer locker bleiben und denk an das Motto „Geh, Pinguine hat’s hier auch?“

  2. Ja danke Anna für Deine Weihnachtsgeschichte… Die besten Geschichten erzählt eben immer noch das Leben selbst…. Wünsche Dir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Bis bald – Daniela

  3. Haha – Grandios!!! Ich könnte den Hund allerdings nicht zurücklassen, bei dem Blick 😉 Ich hoffe, deine Tochter erholt sich von ihrem „Ebola“-Anfall und hat noch niiiie etwas von der Vogelgrippe gehört 😀
    lg Juliane

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s