Verkaufsgenie!

Um es gleich vorweg zu sagen – ein Verkaufsgenie bin ich nicht, aber das Internet.  Und so begab es sich, dass ich bevor ich Dubai für immer verlassen habe, auch sehr große Teile meines früheren Lebens dort gelassen habe. Der standhafte Leser erinnert sich (alle anderen können es hier nachlesen), dass eines Tages nach acht wunderbaren Jahren der Tag gekommen war, an dem ich die Augen nicht länger vor dem verschließen konnte, was die Sterne für mich vorgesehen hatten: Es war Zeit, nach Deutschland zurückzukehren.

Eine der ersten Fragen, die nach dem Entschluss aufkamen, war schlicht: Was nehme ich mit? Ein Ticket sicher hatten die Kinder und der Hund. Hinter dem dicken, schwarzen Kater stand ein großes Fragezeichen (Sonderbericht folgt), unser wunderschönes Haus konnte leider nicht mit (Sonderbericht über den Verkauf folgt) – aber was war mit dem Rest? Möbel, über die Jahre angesammelte Dekoration, Küchenkram, Bücher, Spielzeug?

Da ich noch nie zu den „Sammlern“ gehört habe, war die Entscheidung schnell gefallen: So viel wie möglich wird verkauft oder verschenkt. Blieb die Frage: Was wird behalten, was wird auf die eine oder andere Art „entsorgt“? Auch hier war die Antwort schnell gefunden: Mit darf nur, was einen speziellen Erinnerungswert hat, besonders lieb gewonnen oder sehr wertvoll ist. Ich sage es ungern, aber wenn man diese Kriterien knallhart anwendet, bleibt nicht viel über. Eine Karaffe zum Beispiel, die vor fünf Jahren für ein Gartenfest angeschafft wurde und seitdem ein abgedunkeltes Leben in der hintersten Ecke des Schrankes führt, gehört nicht dazu – egal wie wunderschön sie ist.

„Knallhart“ und ohne Zögern sichtete ich eines schönen Tages Anfang Mai (der Umzug war für Ende Juli geplant) mein Hab und Gut. Leider ist das Sichten der Besitztümer schwierig, wenn sie in der hintersten Ecke des Schrankes stehen und so holte ich alles raus. Die Gläser, Schüsseln, Backformen, Küchenhelfer, Tischdecken, Deka-Elemente, Kerzen, Dosen und und und…

Ich war erstaunt, was sich über die Jahre so alles angesammelt hatte, obwohl ich doch nur sinnvolle und dringend benötigte Dinge angeschafft hatte! Wie konnte das sein? Erschöpft vom Ausräumen war zumindest eines klar: Ich konnte den ganzen Krempel unmöglich wieder einräumen. Also beschloss ich, wenn ich all die Dinge in den letzten Jahren nicht benutzt und vergessen hatte, dann konnte ich sie auch sofort verkaufen. Und zwar über Facebook. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich damit auslösen würde. Aber die Geschichte gibt es beim nächsten Mal….

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8 Gedanken zu „Verkaufsgenie!

  1. Auch aus diesem Grunde ziehe ich garantiert aus meiner Bude hier nicht aus – mich würde das Sortieren und Entrümpeln völlig entkräften und in den Wahnsinn treiben. :mrgreen:
    Schön, dass du wieder zu lesen bist.

  2. Pingback: Der letzte Tag | Anne Harenberg - Die Wüste & Ich

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