Farbwahl

Meine Kinder sind Ferkel. Echte Dreckfinken. Zusammen mit einem Hund, der sich bevorzugt so dicht es eben geht an die Wand stellt, um sich dann an selbiger in die liebste Schlafposition hinunter gleiten zu lassen und dem Berliner Schmuddel-Starkregen-Wetter hat dies dazu geführt, dass unser Flur nur ein Jahr nach dem Einzug nicht mehr Weiß  ist. Er ist auch nicht grau, oder braun. Er ist tiefschwarz, bis zu einer Höhe von ca. 1,20 Meter, darüber wird es etwas besser. Aber nicht viel. Schließlich wurde der Ball ja erfunden, um ihn zunächst draußen nach einem Regenschauer durch den Dreck zu rollen und dann gegen Flurwände zu schmeißen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Flur musste neu gestrichen werden. Weiterlesen

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Plagen

Es scheint als wäre der Frühling 2017 (das sind diese Stunden mit Sonnenschein zwischen dem ganzen Regen und den grauselig kühlen Temperaturen) für uns ein Frühling der Heimsuchungen. Nach Läusen und übereifrigen Feuermeldern dachte ich, ich hätte alles gesehen und alles erlebt. Mitnichten. Die nächste Heimsuchung kam in Form eines monströsen Befalls und wir sprechen hier von ein paar wirklich fiesen Kollegen, gegen welche die paar Läuschen geradezu kuschelig waren: PILZE. Weiterlesen

Piiiiiieeeeep!

Ein ganz normaler Morgen vor einigen Wochen. Panik. Hetze. Ungemach. Dazwischen das Läuse-Kind, das dank nicht-wirkendem Läuse-Shampoo Nr.1 am Tag zuvor von der Schule nach Hause geschickt worden war und nun gemütlich am Frühstückstisch sitzt, denn es darf/muss nochmal daheim bleiben und auf eventuell auch dem zweiten Läuse-Mittel trotzende Krabbeltiere achten.

Ich habe bereits einen großen Teil meines Arbeitstages vor dem Arbeitstag geschafft und habe Frühstück gemacht, Pausenbrote geschmiert, die Spülmaschine ausgeräumt, Wäsche gefaltet, war mit dem Hund und bin nun fast auf dem Weg zur Arbeit. Da passiert es. Ein ohrenbetäubendes Piepen schallt durchs Haus und ich falle fast die Treppe runter, auf der ich gerade stehe. Was kann das sein? Weiterlesen

Im wilden Osten

Es gibt Momente im Leben, da fühlt man sich unbesiegbar (z.B. wenn das Kind nach der dritten Behandlung mit dem vierten Mittelchen endlich Läuse-frei ist), es gibt Momente, da fühlt man sich frei (z.B. wenn man mit dem Hund am frühen Samstagmorgen durch den Wald läuft und das Wochenende noch unendlich zu sein scheint), es gibt Momente, da fühlt man sich jung (z.B. wenn man das gleiche Lied wie die vorpubertierende Tochter im Radio mitsummt, obwohl man nach Einschätzung eben jener Tochter die Dinosaurier in der eigenen Kindheit noch live gesehen hat) und es gibt Momente, da fühlt man sich irgendwie alt. Sehr alt.  Weiterlesen

Aufstand gegen die Obrigkeit!

Die jüngere Tochter hat einen weiteren Meilenstein ihres jungen Lebens gemeistert: Sie kann lesen. Will heißen, sie kann die schöne, deutsche Sprache lesen. Englisch kann sie schon ein wenig länger, aber da sie erst seit diesem Jahr eine deutsche Schule besucht, hat sie das Lesen in ihrer Muttersprache erst kürzlich so richtig erlernt.

Und wie das so ist mit Kindern, liest sie jetzt, was ihr unter die Augen kommt. Weiterlesen

Wieder da!

Wie schnell doch so ein paar Monate vergehen. Gelegentlich bekam ich in den letzten Wochen eine Mail von einer Leserin oder einem Leser, ob es meinen Blog und mich noch gebe. Kurz musste ich jeweils überlegen, welcher Blog? Dann fiel es mir siedend heiß und schuldgefühlbeladen ein: Mein Blog, genau. Da wollte ich doch eigentlich all die Dinge aufschreiben, die mir in den vergangenen Monaten so passiert sind. Und es ist nicht wenig passiert. Mittlerweile habe ich einen Rückstau an Geschichten aus Dubai und Berlin im Kopf, dass ich keine Ahnung habe, wo ich anfangen soll. Wahrscheinlich habe ich den Blog aus genau diesem Grund eher verdrängt denn vergessen. Weiterlesen