Ein Haar muss her!

Die Polizei in den Emiraten hat einen Schwindler festgenommen, der verzweifelten Frauen die Rettung ihrer Ehe mit ein paar von den Damen zu beschaffenden „Zutaten“ und seinem magischen Wasser versprochen hat.

Bis zu 30.000 Dirhams (6.000 Euro) kassierte der Mann von den Frauen, damit es zu Hause wieder rund läuft. So weit, so gut bzw. schlecht, was ich an der Geschichte wirklich erstaunlich finde, sind die „Zutaten“, welche die Frauen für die „Wunderheilung“ ihrer Ehe beibringen mussten: Eine Unterhose des Herrn Gemahls und eines seiner Beinhaare. Die Unterhose, ok, kein Problem, die holt man aus dem Schrank und gut ist es. Aber ein Beinhaar? Wie genau besorgt man sich ein Beinhaar des angetrauten Mannes, ohne dass dieser es merkt? Weiterlesen

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Was bin ich, wen heirate ich und wo ist die Giraffe?

Aber, das sind ja gleich drei Fragen auf einmal! Genau, und weil ich mindestens so großzügig und gut wie die Mutter einst in der Werbung für Kinder-Überraschungseier bin, zaubere ich drei Geschichten zum Wochenstart aus dem Hut der Unglaublichkeiten. Weiterlesen

Romantik pur…

Romantik pur...

Also, die Jugend und von heute…und die Imame von heute, ich weiß ja nicht. Die folgende Geschichte, die sich in Pakistan und Dubai zugetragen hat und gerade vor Gericht verhandelt wird lässt, mich an beiden – der Jugend und den Imamen von heute – zweifeln. Und an der Romantik von heute ebenfalls. Weiterlesen

Du sollst nicht rauchen!

In Saudi-Arabien sorgt zur Zeit ein Zeitungsartikel für Aufsehen, in dem berichtet wird, dass die Frage, ob ein Elternteil raucht oder nicht, demnächst mit in die Entscheidungsfindung bei einem Sorgerechtsstreit eingehen soll. Also, der der NICHT raucht kriegt dann eher das Kind, nur um das mal kurz klarzustellen, bei den Saudis weiß man ja nie so genau.

Das nenne ich mal den Nichtraucherschutz vorantreiben. Und die Saudis machen wirklich ernst. Erst im Sommer hat ein Gericht entschieden, dass Frauen, die vor der Ehe nicht gewusst habe, dass ihr Mann raucht, ohne größere Probleme die Scheidung verlangen können. Ist ja auch wirklich nicht in Ordnung, wenn Frau so was vorher verheimlicht wird. Obwohl, der saudische Mann weiß bis zur Hochzeit ja nicht mal wie die Alte aussehen wird, die er da gerade heiratet….

Die Sache mit dem Haken….

Wie viel ist es wert, dass die eigene Tochter glücklich verheiratet ist? Einem Geschäftsmann aus HongKong ist es 65 Millionen US-Dollar wert. Soviel hat er demjenigen Mann geboten, der es schafft das Herz seiner Tochter zu erobern und sie zu heiraten.

Jetzt könnte man ja meinen, dass die Tochter hässlich oder besonders dumm sein müsse, bei so einer Summe. Ist sie nicht. Nach Aussagen des Vaters ist Tochter Gigi schön, talentiert, liebt ihre Familie und tut Gutes in Form von Wohltätigkeitsarbeit. Einen Haken hat die Sache aber natürlich doch: Gigi , 33, hat laut Bericht einer chinesischen Zeitung im Frühjahr ihre Lebensgefährtin in Frankreich geheiratet. Oh, das sind ja zwei Haken, Gigi ist lesbisch und bereits verheiratet.

Oder doch nur ein Haken? In HongKong werden gleichgeschlechtliche Ehen nicht anerkannt und Homosexualität ist verpönt. Trotzdem wahrscheinlich kein ganz leichtes Unterfangen, Gigis Herz zu gewinnen.

14 Hochzeiten und kein Baby

Sonntag soll der heißeste Tag des Jahres in Deutschland werden und alle freuen sich. Dabei ist zu viel Hitze gar nicht gut, wie der Fall eines Mannes aus Saudi-Arabien zeigt. Nur mit zu viel Zeit in der prallen Sonne kann sein Verhalten erklärt werden. Der mittlerweile 53-jährige hat in den vergangenen 37 Jahren sage und schreibe 14 mal geheiratet. Immer aus dem gleichen Grund: ein Baby.

Alle 14 Ehen blieben kinderlos. Auf die Idee, dass es vielleicht an ihm liegen könnte, kam der Mann nicht. Klar, in einer männerdominierten Gesellschaft wie in Saudi-Arabien ist immer die Frau schuld.

Den ersten Bund fürs Leben ging der Mann mit 16 ein. Zwei Jahre später nahm er sich – auf Druck seiner Familie – eine Zweitfrau, da die erste Ehe kinderlos war. Damit war der Bann gebrochen und sobald mal wieder klar wurde, dass der Storch nicht vorhatte, die Familie zu besuchen, wurde die nächste Frau geehelicht.

Nun kann man den Mann nicht vorwerfen, er hätte nicht alles versucht – außer natürlich, einen Arzt aufzusuchen und sich untersuchen zu lassen. Aber er heiratete eine Frau, die 23 Jahre älter und eine die 36 Jahre jünger war. Diverse Nationalitäten probierte er ebenfalls aus und ein paar der Frauen liebte er nach eigenen Angaben sogar aufrichtig. Das Resultat war immer ein Negativ auf dem Schwangerschaftstest.

Immerhin, Ehe Nr. 14 soll für immer sein – mit Baby natürlich. Der Mann will nun doch mal ärztlichen Rat einholen. Für seine 13 vorherigen Frauen kommt diese Einsicht zu spät, ein Baby haben sie schließlich auch alle nicht gekriegt.

Aus 4 mach 1 – Scheidung auf Arabisch

Im Islam hat ein Mann das Recht, vier Ehefrauen zu haben. Die meisten Männer reagieren mit „Wow, wie cool ist das denn?“, wenn sie dies hören. Natürlich denken sie sofort nur an das „Eine“. Ich verweise in diesem Fall gerne darauf, dass sie dann aber auch viermal das Genörgel haben, wenn sie Abends nach Hause kommen und sich vier verschiedene Geburts- und Hochzeitstage merken müssen. Und schon sind vier Ehefrauen gar nicht mehr so toll.

Wenig erstrebenswert ist für die meisten Männer wohl auch das hier in Dubai öfter zu beobachtenden Szenario, wenn ein Mann mit seinen zwei oder drei Frauen im Restaurant am Tisch sitzt und die Damen sich prächtig unterhalten, während der Herr der Runde griesgrämig vor sich in starrt. Wer am Ende die Rechnung zahlt ist klar. Man(n) möchte sie gar nicht vorstellen, wenn die zwei, drei oder vier Frauen sich gegen den einen Ehemann verbünden.

Noch schlimmer ist wahrscheinlich nur, wenn die vier Ehefrauen sich nicht verstehen. So wie im Fall eines Emiratis, der zur Zeit in Dubai vor Gericht steht. Der Mann kam von der Arbeit nach Hause und statt vierfacher, liebevoller Begrüßung und vier Abendessen fand er seine Damen in einen handfesten Streit verwickelt vor. Streitpunkt: Ein Zimmer des Hauses. Der Ehemann machte kurzen Prozess und verprügelte alle vier – er hatte wahrscheinlich Angst, viermal den Streit ausdiskutieren zu müssen. Offensichtlich war er danach von der Vielehe geheilt und ließ sich von drei der Frauen scheiden – gleichzeitig. Warum er die Vierte behielt, bleibt sein Geheimnis.

Nun wäre Ruhe gewesen, wenn nicht eine der geschiedenen Frauen aufbegehrt und den Mann wegen Misshandlung angezeigt hätte. Angeblich hatte der Ex-Ehemann sie besonders schlimm geschlagen. Unterstützt wurde sie dabei von einem der 16 (!) Söhne des Mannes – bei so vielen Leute in der Bude versteht man, warum die Damen sich um ein Zimmer gestritten haben.

Das Gericht verurteilte den Mann zu einem Monat Haft und 2000 Dirhams Geldstrafe. Die Berufung scheiterte, obwohl der Sohn seine Anzeige zurückgezogen hat. So zumindest der Vater, der allerdings nicht sagen konnte, wo sein Sohn sich aufhielt. Zum Gerichtstermin war er jedenfalls nicht erschienen. Auf die Frage des Richters, ob er die 16 Söhne denn überhaupt auseinanderhalten könne, lautete die Antwort des Mannes: Nicht so richtig, aber deswegen habe er ein Markierungssystem eingeführt und er sei ziemlich sicher, dass er vom richtigen Sohn spreche. Hoffentlich konnte er wenigstens die Frauen auseinanderhalten und hat nicht am Ende die Falsche behalten.