Der Teufel liegt im Detail

Als Frau in den besten Jahren weiß man dank Funk und Fernsehen, dass man sich fit halten sollte, damit die besten Jahre möglichst lange dauern. So bis 90 wäre schön. Entsprechend treibe ich jeden Tag Sport. Und musste eine fürchterliche Entdeckung machen: Sport nützt nix. Ehrlich. Ich absolviere jeden Morgen ein straffes Trainingsprogramm und das Ergebnis? Nüscht. Keine Muskeln, nicht abgenommen, kein gestählter Körper einer 20j-ährigen. Dabei gebe ich mir so viel Mühe: Weiterlesen

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Wir warten aufs…Essen

Seit sieben Jahren lebe ich in Dubai und die Stadt kann mich immer noch überraschen. Wie letztens, als ich mit meinen Kindern am Abend in die Dubai Mall gefahren bin und geradezu gespenstische Szenen im Food Court erlebt habe.

Zur Zeit ist Ramadan, was bedeutet die muslimischen Bewohner der Stadt fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und alle anderen machen mit – zumindest in der Öffentlichkeit. Was Nicht-Muslime in den eigenen vier Wänden tun, ist ihre Sache, aber sobald sie auf die Straße gehen, wird eine Strafe fällig, wenn sie sich tagsüber beim Essen oder Trinken erwischen lassen. Weiterlesen

Wie lang kann ein Tag sein?

In der muslimischen Welt ist heute ein besonderer Tag – der Ramadan beginnt. Ab sofort dürfen Muslime in der Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang keine Nahrung zu sich nehmen. Doch für manche Muslime sind die Tage bedeutend länger als für andere! Weiterlesen

Keinen Hunger mehr?

Hunger

Ich gebe zu, ich gehöre zu den Frauen, die seit sie denken können 5 Kilo abnehmen möchten – sämtliche Diäten sind fehlgeschlagen und wenn ich tatsächlich mal ein paar Pfündchen weniger auf die Waage gebracht habe, haben die dann doch immer den Weg zurück zu mir gefunden.

Nun bin ich über 40 und sehe die 5 Kilo eher als eine Art treuen Freund, denn als eine Belastung und habe seit Jahren keine Diät mehr gemacht. Was mich allerdings nicht davor rettet, mich hin und wieder mal über die neuesten Diättrends per Zeitung zu informieren, den Kopf darüber zu schütteln und einen Schokoriegel zu essen. Weiterlesen

Mehr ist mehr

Mehr ist mehr

Wenn man nicht gerade hinter dem Mond lebt, nie Zeitung liest oder in die Stadt geht und ausschließlich selbstgezüchtetes Gemüse isst, dann hat man schon mal davon gehört, dass Fast Food nicht so richtig gesund ist. Genau wie viele andere Gerichte, die in amerikanischen Restaurant-Ketten serviert werden. Wie ungesund das Zeug allerdings wirklich ist – selbst wenn es von einer amerikanischen Nobelrestaurantkette serviert wird – da bleibt einem doch der Mund offen stehen. Weiterlesen

Die große Schwiegermutter-Weihnachtsumfrage!

Umfrage Weihnachten

Es ist soweit – wie nach dem großen Erfolg der ersten Umfrage versprochen – gibt es heute eine neue Befragung der Schwiegermutter-Wüsten-Leser. Wie immer geht es ans Eingemachte und ich werde ein tiefenpsychologisches Profil anhand der Ergebnisse erstellen und veröffentlichen. Dann weiß die Welt, was sie schon immer wissen wollte, wie nämlich die Leser meines Blogs sich unterm Weihnachtsbaum benehmen. Viel Spaß beim Abstimmen. Weiterlesen

Mama ist die Beste!

Bei Mama schmeckt es am besten! Seufz. Also im Fall von meiner Mama stimmte das auf jeden Fall, die hat super gekocht und noch heute denke ich gerne zurück an ihren legendären Sauerbraten.

Nun ist meine Mutter schon vor langer Zeit gestorben, ich kann aber trotzdem mit großer Gewissheit sagen, dass ich selbst für ihren Sauerbraten nicht den Aufwand betrieben hätte, den einigen indischen und pakistanischen Expats in Dubai das selbstgekochte Essen von Muttern wert ist.

Da wäre zum Beispiel Obaid Rathore aus der pakistanischen Provinz Punjab, der, seit er in Dubai lebt, noch nicht einen Tag auf das selbstgekochte Essen seiner Mama – die immer noch in Punjab lebt – verzichtet hat. Rathore ist seit 4,5 Jahren in Dubai.

Mama packt ihm immer einen tiefgefrorenen 2-Wochen-Vorat an Kebabs, Curries und Reis ein und schickt ihn dann per „Luftpost“ mit Freunden und Bekannten, die nach Dubai reisen, zum Sohnemann. Der nimmt das ganze, immer noch tiefgefroren, am Flughafen in Empfang und taut sich zu Hause auf, was er so braucht.

Und Obaid Rathore ist nicht allein, laut einem Zeitungsbericht gibt es zahllose Junggesellen, die sich in Dubai auf diesem Wege mit Essen aus der Heimat versorgen. Ich frage mich allerdings doch, wie viele Freunde haben diese Leute und wie oft fliegen die? Ich bin ja schon froh, wenn ich zwei Mal im Jahr Besuch bekomme und den so rechtzeitig, dass er mir die Zutaten für die Weihnachtsbäckerei mitbringen kann.

Schönes Wochenende!

Gestern war wie bereits geschrieben Kinder-Tag und wir haben tatsächlich das ganze Programm durchgezogen. Zu meinem großen Erstaunen habe ich überlebt UND war heute Morgen richtig traurig, als die beiden ins Taxi gestiegen sind. Meine ersten zwei Wochen Kinder-frei jemals – mal sehen, wie ich mich in ein paar Tagen fühle.

Gott sei Dank hatte ich heute Morgen schon eine kleine Ablenkung. Die Mall, in der sich das Kino befindet, hat ein paar leere Geschäfte, deren Schaufenster mit riesigen Plakaten zugeklebt sind. Auf den Plakaten stehen Sprüche übers Einkaufen. Jedes Mal, wenn ich in der Mall bin (was nicht selten ist, da sich dort IKEA befindet und meine Kinder der Meinung sind, dass man nirgends besser essen kann) muss ich über einen Spruch auf diesen Plakaten lachen. Er ist von dem Komiker Henry Youngman.

Heute Morgen habe ich mir mal die Mühe gemacht, Henry Youngman zu googeln (ja, ich frage mich gerade auch, ist mir wirklich schon langweilig ohne die Kinder?). Und siehe da, der Gute ist zwar längst tot, aber ich habe herzhaft gelacht und mal kurz meinen Abschiedsschmerz vergessen. Hier seine besten Sprüche für einen hoffentlich ebenfalls „freundlichen“ Start ins Wochenende:

Wir halten uns immer an den Händen. Wenn ich sie loslasse, geht sie shoppen. (Das ist der Spruch aus der Mall)

Manche Leute fragen nach dem Geheimnis unserer langen Ehe. Wir nehmen uns die Zeit und gehen zwei Mal in der Woche essen. Kerzenlicht, leise Musik, ein wenig tanzen. Sie geht Dienstags, ich gehe Freitags.

Wie treibt man einen Mann in den Wahnsinn? Ganz einfach: Man schickt ihm ein Telegramm und schreibt oben drauf „Seite Zwei“.

Ich komme gerade zurück von einem Erholungstrip. Ich habe meine Schwiegermutter zum Flughafen gebracht.

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende!

Und jetzt ein Food-Blog?

Lange Zeit habe ich damit geliebäugelt, einen Food-Blog zu machen. Ich koche und backe für mein Leben gern und nach Aussagen von Freunden, dies auch ausgesprochen gut. Dummerweise kann man selbst den besten Freunden nicht immer trauen, obwohl die alle auf Nachfrage („jetzt sag mal wirklich, ganz ehrlich, ohne Rücksicht auf meine Gefühle, hat es wirklich geschmeckt?“) stets sagen, dass ich wirklich gut kochen kann.

Dazu kommt, dass ich überhaupt und gar nicht gut dekorieren und fotografieren kann. Was dummerweise die Hauptbestandteile eines Food-Blogs sind. Probieren kann keiner, also ist erst mal herzlich egal, ob es wirklich schmeckt, gut aussehen muss es. Wenn mal jemand nachkocht und es misslingt, kann man immer noch sagen, dass er was falsch gemacht hat, der Trottel.

Das letzte Argument, dass mich von meinem eigenen Food-Blog abgehalten hat, war die Sache mit der Originalität. Ich koche bzw. backe immer nach Rezept und auch wenn ich mittlerweile einiges aus dem Gefühl heraus kann, so bin ich doch kein „Erfinder“ von Gerichten, eher ein Umsetzer.

Langer Rede, kurzer Sinn – kein Food-Blog für mich.  Vor ein paar Tagen habe ich aber nun ein Gericht erfunden. Ich allein, ein ganzes Gericht. Mein Gericht kommt aus der Fusion-Ecke, sprich ich habe die Küchen verschiedener Länder zusammengeführt und zu einem perfekten Ganzen gemacht. Entstanden ist das Ganze bei den langen Fußball-Abenden der vergangenen Wochen, als ich einsehen musste, dass Chips, Schokolade und Gummibärchen gut schmecken, aber täglich in großen Mengen konsumiert, total auf die Hüften gehen.

Kurz war ich versucht, doch meinen Food-Blog zu beginnen, dann fiel mir aber auf, dass nur ein Rezept vielleicht etwas langweilig werden könnte, auch wenn mein Gericht durchaus Variationsmöglichkeiten bietet. Dazu kommt noch, dass böse, missgünstige Menschen mein Gericht vielleicht etwas einfach finden könnten.

Also habe ich beschlossen, dass dann eben die „Schwiegermutter-Leser“ dran glauben müssen. Die sind eh Kummer gewöhnt, da sie ständig den ganzen unglaublichen Kram aus Dubai lesen und mit der Schwiegermutter-inklusive-Mira mitleiden müssen. Vielleicht können sie das in Zukunft mit meinem Gericht tun, aber bitte nur mit Originalzutaten, sonst schmeckt es bestimmt nicht! Ich übernehme ohne Original-Zutaten keine Garantie.

Also, hier ist es, mein Gericht! Der…

EM-CRACKER!

Die Zutaten:

1 Reis-Cracker (aus Japan)

1 großer Löffel Laban (Quark-ähnliches Zeug aus dem arabischen Raum)

1 Gewürzgurke (bitte nur die aus Deutschland)

Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Man bestreiche den Cracker mit dem Laban, pfeffern, salzen, Gewürzgurke kleinschneiden und drauf. Guten Appetit – übrigens, man kann mindestens 20 von Dingern vor und während eines Fußball-Spiels essen und keinerlei Gewichtszunahme am nächsten Tag feststellen.

P.S. Gut, dass ich das mit dem Food-Blog nicht gemacht habe, nach dem Spiel am gestrigen Abend braucht kein Mensch mehr EM-Cracker, ne ordentliche Pizza muss her, zum Seelentrost. Immerhin dafür sind die Italiener ja gut.