„Das“ ist Jolande nicht passiert…aber dafür stehen die Gewinner fest!

In Gelsenkirchen ist eine 92-jährige im Beerdigungsinstitut von den „Toten auferstanden“ – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem die schwerkranke Frau leblos in ihrem Bett in einem Seniorenheim vorgefunden wurde, erklärte ein Arzt sie für tot, die Verwandten nahmen Abschied und sie wurde in ein Beerdigungsinstitut gebracht – wo sie wieder aufwachte. Weiterlesen

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„ob“ die Freundin es wirklich nicht gesehen hat?

Ferienzeit in Dubai heißt Strandzeit. Nirgends kann man seine Kinder besser und kostengünstiger stundenlang glücklich machen, als am öffentlichen Strand in Dubai. Gesagt getan, ich breche mit einer Freundin und insgesamt drei kichernden, weil glücklichen, Mädchen zum Strand auf.

Schnell ist das Pop-Up-Zelt zum Sonnenschutz aufgebaut (über das Abbauen schweige ich mich an dieser Stelle aus) und während die Mütter zufrieden auf ihren Strandstühlen ruhen, spielen die Kinder im Sand.

Dann kommt sie. Sie ist höchsten 20 und damit schon mal prinzipiell zu verabscheuen. Sie hat dazu aber auch noch eine nette Bikini-Figur, ultra-lange, schwarze, üppige Haare, einen nicht minder üppigen Vorbau und ein hübsches Gesicht. Eine ganz ansehnliche, aber eher normale Freundin hat sie auch dabei. Weiterlesen

Überraschungsgast

Meine jüngere Tochter kommt in der Nacht gerne mal zu mir ins Bett. Was mich nicht weiter stört, allerdings werde ich in Zukunft etwas genauer hinsehen, wer sich da zu mir in die „Ritze“ legt. Oder besser gesagt, ich werde gründlich schnuppern, ob sie es auch wirklich ist.

Einen Überraschungsgast fand nämlich ein Ehepaar in Dubai in seiner Besucherspalte vor. Ein Dieb hatte sich in die Wohnung des Paares geschlichen und ein paar Wertgegenstände mitgehen lassen, als ihm ein Blick durch die Schlafzimmertür zum Verhängnis wurde. Der Einbrecher konnte dem Anblick der schlafenden Frau einfach nicht widerstehen und legte sich kurzentschlossen zwischen sie und ihren Mann ins Bett. Weiterlesen

Schatz, wo bist du?

Als Frau hat man es in Saudi-Arabien bekanntlich nicht leicht – man darf kein Auto fahren und in der Öffentlichkeit darf man sich nur komplett verhüllt zeigen. Im Restaurant wird peinlichst genau darauf geachtet, dass „Frau“ nicht in Kontakt mit einem Mann kommt, der nicht ihr Ehemann ist usw.

Dazu fällt einem nicht viel ein, außer vielleicht schlimmer geht’s nimmer. Aber genau da liegt man falsch, es geht noch schlimmer. Weiterlesen

Du sollst nicht rauchen!

In Saudi-Arabien sorgt zur Zeit ein Zeitungsartikel für Aufsehen, in dem berichtet wird, dass die Frage, ob ein Elternteil raucht oder nicht, demnächst mit in die Entscheidungsfindung bei einem Sorgerechtsstreit eingehen soll. Also, der der NICHT raucht kriegt dann eher das Kind, nur um das mal kurz klarzustellen, bei den Saudis weiß man ja nie so genau.

Das nenne ich mal den Nichtraucherschutz vorantreiben. Und die Saudis machen wirklich ernst. Erst im Sommer hat ein Gericht entschieden, dass Frauen, die vor der Ehe nicht gewusst habe, dass ihr Mann raucht, ohne größere Probleme die Scheidung verlangen können. Ist ja auch wirklich nicht in Ordnung, wenn Frau so was vorher verheimlicht wird. Obwohl, der saudische Mann weiß bis zur Hochzeit ja nicht mal wie die Alte aussehen wird, die er da gerade heiratet….

Abaya gegen Geldsorgen?

Warum arabische Frauen sich mit Abayas verhüllen, war mir ja immer ein wenig schleierhaft, die Lektüre der heutigen Zeitung hat allerdings ein ganz neues Licht auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten dieses mantelähnlichen, schwarzen Kleidungsstücks geworfen.

Man kann es zum Beispiel anziehen, um einen Juwelier zu überfallen – sieht einen ja keiner. Das hat wohl auch ein französischer Geschäftsmann gedacht, der in seinem Heimatland vollkommen überschuldet war und dringend Geld brauchte. Schnell setzte er sich mit der Abaya seiner Frau ins Flugzeug und kam nach Dubai. Dort legte er die Abaya samt Gesichtsschleier an, steckte eine Plastikpistole und ein Hotelmesser ein und schon ging es auf zum Gold Souq, einer der Touristenattraktionen Dubais.

Weit kam er nicht. Zwei Polizisten fiel der merkwürdige, sehr männliche Gang der verhüllten „Dame“ auf, die da durch den Souq schlenderte. Also folgten sie ihr in eins der Juwelier-Geschäfte und fragten nach dem Ausweis der verhüllten Unbekannten. Der Versuch, mit einer hohen Frauenstimme zu sprechen, nutze nichts mehr, der Dieb war enttarnt.

Dumm gelaufen. Vor allem weil der Franzose nun nicht nur wegen versuchtem Diebstahls vor Gericht steht, sondern auch noch wegen Transvestie.

Aus 4 mach 1 – Scheidung auf Arabisch

Im Islam hat ein Mann das Recht, vier Ehefrauen zu haben. Die meisten Männer reagieren mit „Wow, wie cool ist das denn?“, wenn sie dies hören. Natürlich denken sie sofort nur an das „Eine“. Ich verweise in diesem Fall gerne darauf, dass sie dann aber auch viermal das Genörgel haben, wenn sie Abends nach Hause kommen und sich vier verschiedene Geburts- und Hochzeitstage merken müssen. Und schon sind vier Ehefrauen gar nicht mehr so toll.

Wenig erstrebenswert ist für die meisten Männer wohl auch das hier in Dubai öfter zu beobachtenden Szenario, wenn ein Mann mit seinen zwei oder drei Frauen im Restaurant am Tisch sitzt und die Damen sich prächtig unterhalten, während der Herr der Runde griesgrämig vor sich in starrt. Wer am Ende die Rechnung zahlt ist klar. Man(n) möchte sie gar nicht vorstellen, wenn die zwei, drei oder vier Frauen sich gegen den einen Ehemann verbünden.

Noch schlimmer ist wahrscheinlich nur, wenn die vier Ehefrauen sich nicht verstehen. So wie im Fall eines Emiratis, der zur Zeit in Dubai vor Gericht steht. Der Mann kam von der Arbeit nach Hause und statt vierfacher, liebevoller Begrüßung und vier Abendessen fand er seine Damen in einen handfesten Streit verwickelt vor. Streitpunkt: Ein Zimmer des Hauses. Der Ehemann machte kurzen Prozess und verprügelte alle vier – er hatte wahrscheinlich Angst, viermal den Streit ausdiskutieren zu müssen. Offensichtlich war er danach von der Vielehe geheilt und ließ sich von drei der Frauen scheiden – gleichzeitig. Warum er die Vierte behielt, bleibt sein Geheimnis.

Nun wäre Ruhe gewesen, wenn nicht eine der geschiedenen Frauen aufbegehrt und den Mann wegen Misshandlung angezeigt hätte. Angeblich hatte der Ex-Ehemann sie besonders schlimm geschlagen. Unterstützt wurde sie dabei von einem der 16 (!) Söhne des Mannes – bei so vielen Leute in der Bude versteht man, warum die Damen sich um ein Zimmer gestritten haben.

Das Gericht verurteilte den Mann zu einem Monat Haft und 2000 Dirhams Geldstrafe. Die Berufung scheiterte, obwohl der Sohn seine Anzeige zurückgezogen hat. So zumindest der Vater, der allerdings nicht sagen konnte, wo sein Sohn sich aufhielt. Zum Gerichtstermin war er jedenfalls nicht erschienen. Auf die Frage des Richters, ob er die 16 Söhne denn überhaupt auseinanderhalten könne, lautete die Antwort des Mannes: Nicht so richtig, aber deswegen habe er ein Markierungssystem eingeführt und er sei ziemlich sicher, dass er vom richtigen Sohn spreche. Hoffentlich konnte er wenigstens die Frauen auseinanderhalten und hat nicht am Ende die Falsche behalten.

Spurensuche – Der etwas andere Dubai-Krimi – Teil 2

Diese Woche habe ich Besuch aus der Heimat! Da ich wenig Zeit zum Schreiben haben werde, gibt es mal etwas ganz Anderes: eine Krimi-Kurzgeschichte in fünf Teilen. Ort der Handlung? Natürlich Dubai. Alles andere ist frei erfunden, außer vielleicht dem Detektiv, der hat teilweise schon viel Ähnlichkeit mit einem Bewohner meines Hauses. Viel Spaß beim Lesen! 

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„Gestern Nacht war wieder mächtig was los,“ sagte Prince wichtig als wir uns am Abend im Park trafen.

„Mitten in der Nacht ist ein Auto vorgefahren und jemand hat Unmengen Sachen ins Haus gebracht.“

„Was für Sachen?“ fragte ich vorsichtig nach.

„Keine Ahnung, vergessen, ich bin ein Hund und kann leider nicht aus dem Fenster sehen,“ antwortete Prince leicht genervt.

Ich überlegte. Warum sollte der kaltblütige Ehemann Sachen in das Haus zu der Leiche seiner Frau bringen? Machte es nicht mehr Sinn, dass er zum Beispiel ihre Überreste aus dem Haus herausbrachte? Oder brachte er etwa Werkzeuge in das Haus, um den Leichnam seiner Frau zu zerstückeln? Ich erzählte Prince von meiner Theorie der ermordeten Ehefrau, die in dem leeren Haus zu Grabe getragen, zerstückelt oder sonst etwas worden war. Er war sofort Feuer und Flamme.

„So muss es gewesen sein,“ sagte er aufgeregt. „Wir dürfen das Haus keine Sekunde mehr aus den Augen lassen!“

„Und wie willst du das machen?“ Prince schien die Grenzen seines Hundedaseins vergessen zu haben.

„Da fällt mir schon etwas ein,“ gab Prince sich zuversichtlich.

***

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, traf mich fast der Schlag. Der Geruch war stärker als je zuvor und schien unser ganzes Haus einzunebeln. Kaum traten wir aus der Tür, wusste ich auch warum, der Geruch kam aus unserer Mülltonne. Mir lief ein kalter Schauer den Rücken herunter. Hatte der Mann die Leiche seiner Frau etwa in unsere Mülltonne gesteckt?

„Heute Nacht hat sich jemand an eurer Mülltonne zu schaffen gemacht.“ Ich fuhr erschreckt herum und sah Prince hinter mir stehen. „Der Bursche ist verdammt clever. Natürlich wird die Mülltonne eines leeren Hauses nicht geleert. Also entsorgt er seine Alte in eurer Mülltonne. Und gleich kommt die Müllabfuhr und vernichtet alle Beweise!“

„Wir brauchen endlich einen Plan, sonst können wir gleich aufgeben,“ sagte ich resigniert.

„ICH habe einen Plan,“ Prince grinste breit. „Ich werde einen Tunnel von unseren Garten rüber zur Nr. 13 graben!“

„Du darfst in eurem Garten graben?“

„Natürlich nicht. Ich mache es trotzdem. Was soll Frauchen schon machen? Ihr Labradore seid einfach zu folgsam.“ Prince sah mich verächtlich an, trotzdem konnte ich mir eine Frage nicht verkneifen.

„Warum gehen wir nicht durch die Gartentür?“

„Weil die mittlerweile abgeschlossen ist. Außerdem kann ich durch den Tunnel so oft ich will in den Nachbargarten. Zum Beispiel Nachts,“ erwiderte Prince triumphierend.