Farbwahl

Meine Kinder sind Ferkel. Echte Dreckfinken. Zusammen mit einem Hund, der sich bevorzugt so dicht es eben geht an die Wand stellt, um sich dann an selbiger in die liebste Schlafposition hinunter gleiten zu lassen und dem Berliner Schmuddel-Starkregen-Wetter hat dies dazu geführt, dass unser Flur nur ein Jahr nach dem Einzug nicht mehr Weiß  ist. Er ist auch nicht grau, oder braun. Er ist tiefschwarz, bis zu einer Höhe von ca. 1,20 Meter, darüber wird es etwas besser. Aber nicht viel. Schließlich wurde der Ball ja erfunden, um ihn zunächst draußen nach einem Regenschauer durch den Dreck zu rollen und dann gegen Flurwände zu schmeißen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Flur musste neu gestrichen werden. Weiterlesen

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YIPPIE! HURRA! KREISCH!

Nein, nicht der Sieg der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM. Der ist natürlich auch: „YIPPIE! HURRA! KREISCH!“, aber in diesem Fall geht es um etwas anderes: Mein neues Buch ist endlich erhältlich bei amanzon! YIPPIE! HURRA! KREISCH!
Und am Ende hat mein Buch doch etwas mit der Fußball-WM zu tun: Ihr könnt euch damit die Zeit bis zum großen WM-Finale am Sonntag verkürzen. Zum Bestellen einfach hier KLICKEN!

Verliebt! Verlobt! Vorhergesehen! – ein Liebesroman der etwas anderen Art! Lohnt es sich wirklich die Zukunft zu kennen?

Klappentext: Eve hat eine ungewöhnliche Fähigkeit: Sie kann in die Zukunft sehen. Was sich besser anhört, als es ist. Die Zukunft hat einen Riesenspaß daran, Eve nur die halbe Wahrheit zu sagen, und am Ende kommt es meist ganz anders, als es Eve vorhergesehen hat. Besonders in ihrem Liebesleben geht es daher turbulent bis stürmisch zu. Eines Tages wacht Eve im Krankenhaus auf, kann sich aber nicht erinnern, wie sie dort hingekommen ist. Diesmal muss sie auf eine Reise in ihre Vergangenheit gehen, um herauszufinden, ob die Zukunft für sie ein Happy End parat hat.

Verliebt.Verlobt.Voerhergesehen. Cover

Der Fußball-Fan und die Fernbedienung

Männer können so rücksichtsvoll sein. Ein Herr aus Saudi-Arabien beweist das – ausgerechnet während und mit der Fußball-WM. Fußball ist in Saudi-Arabien äußerst beliebt, auch wenn die letzte WM-Teilnahme ein paar Jahre her ist (2006 in Deutschland).

Die WM-Spiele werden dennoch mit großer Begeisterung verfolgt und ein fürsorglicher Ehemann hat für seine Frau extra einen „Vertrag“ ausgearbeitet, damit es wegen seiner Fußballbegeisterung nicht zum Ehestreit kommt. Weiterlesen

Ein Wintermärchen

Wintermärchen

In den Gebirgsregionen der Vereinigten Arabischen Emirate drohen die Temperaturen in den nächsten Nächten unter den Gefrierpunkt zu fallen, den meisten Emiratis ist dennoch warm ums Herz. Ums Fußball-Herz genauer gesagt. Die Mannschaft der UAE hat im Gulf-Cup am gestrigen Abend mit einem knappen 1-0 gegen Kuwait den Einzug ins Finale geschafft. Weiterlesen

Und jetzt ein Food-Blog?

Lange Zeit habe ich damit geliebäugelt, einen Food-Blog zu machen. Ich koche und backe für mein Leben gern und nach Aussagen von Freunden, dies auch ausgesprochen gut. Dummerweise kann man selbst den besten Freunden nicht immer trauen, obwohl die alle auf Nachfrage („jetzt sag mal wirklich, ganz ehrlich, ohne Rücksicht auf meine Gefühle, hat es wirklich geschmeckt?“) stets sagen, dass ich wirklich gut kochen kann.

Dazu kommt, dass ich überhaupt und gar nicht gut dekorieren und fotografieren kann. Was dummerweise die Hauptbestandteile eines Food-Blogs sind. Probieren kann keiner, also ist erst mal herzlich egal, ob es wirklich schmeckt, gut aussehen muss es. Wenn mal jemand nachkocht und es misslingt, kann man immer noch sagen, dass er was falsch gemacht hat, der Trottel.

Das letzte Argument, dass mich von meinem eigenen Food-Blog abgehalten hat, war die Sache mit der Originalität. Ich koche bzw. backe immer nach Rezept und auch wenn ich mittlerweile einiges aus dem Gefühl heraus kann, so bin ich doch kein „Erfinder“ von Gerichten, eher ein Umsetzer.

Langer Rede, kurzer Sinn – kein Food-Blog für mich.  Vor ein paar Tagen habe ich aber nun ein Gericht erfunden. Ich allein, ein ganzes Gericht. Mein Gericht kommt aus der Fusion-Ecke, sprich ich habe die Küchen verschiedener Länder zusammengeführt und zu einem perfekten Ganzen gemacht. Entstanden ist das Ganze bei den langen Fußball-Abenden der vergangenen Wochen, als ich einsehen musste, dass Chips, Schokolade und Gummibärchen gut schmecken, aber täglich in großen Mengen konsumiert, total auf die Hüften gehen.

Kurz war ich versucht, doch meinen Food-Blog zu beginnen, dann fiel mir aber auf, dass nur ein Rezept vielleicht etwas langweilig werden könnte, auch wenn mein Gericht durchaus Variationsmöglichkeiten bietet. Dazu kommt noch, dass böse, missgünstige Menschen mein Gericht vielleicht etwas einfach finden könnten.

Also habe ich beschlossen, dass dann eben die „Schwiegermutter-Leser“ dran glauben müssen. Die sind eh Kummer gewöhnt, da sie ständig den ganzen unglaublichen Kram aus Dubai lesen und mit der Schwiegermutter-inklusive-Mira mitleiden müssen. Vielleicht können sie das in Zukunft mit meinem Gericht tun, aber bitte nur mit Originalzutaten, sonst schmeckt es bestimmt nicht! Ich übernehme ohne Original-Zutaten keine Garantie.

Also, hier ist es, mein Gericht! Der…

EM-CRACKER!

Die Zutaten:

1 Reis-Cracker (aus Japan)

1 großer Löffel Laban (Quark-ähnliches Zeug aus dem arabischen Raum)

1 Gewürzgurke (bitte nur die aus Deutschland)

Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Man bestreiche den Cracker mit dem Laban, pfeffern, salzen, Gewürzgurke kleinschneiden und drauf. Guten Appetit – übrigens, man kann mindestens 20 von Dingern vor und während eines Fußball-Spiels essen und keinerlei Gewichtszunahme am nächsten Tag feststellen.

P.S. Gut, dass ich das mit dem Food-Blog nicht gemacht habe, nach dem Spiel am gestrigen Abend braucht kein Mensch mehr EM-Cracker, ne ordentliche Pizza muss her, zum Seelentrost. Immerhin dafür sind die Italiener ja gut.

Toooooor!

Fazit meines EM-Fußballabends:

  1. Ich bin zum ersten Mal nicht eingeschlafen, obwohl es für mich eher eine Fußballnacht war, Dubai ist Deutschland um zwei Stunden voraus.
  2. Erstaunlich, was man in drei Stunden Fußballübertragung so alles essen kann, um wach zu bleiben: 2 Mini-Tüten Chips, eine halbe Packung After Eight, 4 Lakritzschnecken, eine halbe Tüte Gummibärchen, 3 Scheiben Salami (etwas anderes war nicht mehr im Kühlschrank und ich brauchte was Salziges nach dem ganzen Süßkram. Nächstes Mal fange ich nicht mit den Chips an)
  3. Keine Waage für mich heute
  4. Die Kinder sind sauer auf mich, weil ich sie nicht aufgeweckt habe
  5. Der Hund, der Kater und der Hamster haben das Spiel ebenfalls verschlafen, sind aber nicht sauer auf mich
  6. Ganz ehrlich, ich habe ja verstanden, dass Horst Hrubesch, Hans-Peter Briegel und Manni Kalz schon lange nicht mehr mitspielen, aber wer sind diese ganzen Kinder auf dem Platz?
  7. Dank Google habe ich herausgefunden, wer die Jünglinge sind und dass nicht wenige von ihnen alterstechnisch auch meine Kinder sein könnten – heute wird kein guter Tag
  8.  Einfache Spielzüge wie damals von Horst Hrubesch –  „Manni Flanke, ich Kopf, Tor – gibt’s heute nicht mehr. Der Kommentator hat sogar was von Fitness und Spieltechniken erzählt
  9. Früher, als Jupp Derwall noch Trainer war, war Fußball irgendwie entspannter – für mich zumindest. Die Deutschen haben immer schlecht und langweilig gespielt, aber trotzdem meistens gewonnen. Da hatte man was, worauf man sich verlassen konnte
  10. Was macht eigentlich Franz Beckenbauer?
  11. Bin immer wieder erstaunt, wie klein der Lahm ist
  12. Der Mats Hummels ist ja ganz süß
  13. Habe das erste Mal seit Jahren „Heute Journal“ gesehen. Mensch, was hat der Wowereit jetzt lange Haare.
  14. Hat Angela zugenommen?
  15. Die jubelt ja wirklich genauso komisch wie auf den Photos.
  16. Ein Nachwuchs-Blogger wurde geboren! Herzlichen Glückwunsch an ChiefJudy zum Babychief!!!

Juhu – ich bin live dabei!

Ich bin kein Fußball-Fan – außer der BVB wird Meister (wo ich doch da wech bin), oder es ist Welt- oder Europameisterschaft. So wie jetzt. Dann fiebere ich mit meinen Jungs. Sogar hier in Dubai.

Dank rund 150 000 Briten und zahllosen anderen Nationalitäten, die in Dubai leben, kann man die Fußball-Großereignisse hier überall live verfolgen. In fast allen großen Hotels werden die Spiele auf riesigen Leinwänden in extra dafür aufgebauten Zelten übertragen und das Bier fließt in Strömen. Der „German Emirates Club“ organisiert „public viewings“ für die Deutschen hier in Dubai, da kann man ungeniert auf Deutsch mitgrölen. So weit ist also alles gut.

Mein Problem bei der letzten Weltmeisterschaft war allerdings, dass es nur die „public viewings“ gab. Da herrschte zwar tolle Stimmung, aber nun werde ich ja langsam alt und meine Bereitschaft, mir mehrere Stunden vor Beginn des Spiels einen einigermaßen vernünftigen Stehplatz zu sichern, ist nicht mehr ganz so groß. Außerdem ist Dubai Deutschland um zwei Stunden voraus und viele der Spiele begannen hier erst spätabends. (Und nein, nur weil wir zwei Stunden voraus sind, weiß ich die Ergebnisse nicht vorher.)

Theoretisch kann man in den Emiraten ARD und ZDF ohne Satellitenschüssel einfach über das Hauskabel empfangen. Wie gesagt theoretisch. Al Jazeera, der Fernsehsender, den man in Deutschland vorwiegend wegen der Al-Qaida-Botschaften kennt, hatte sich 2010 die kompletten WM-Übertragungs-Rechte für den Mittleren Osten gesichert und wer die WM sehen wollte, musste ein Extra-WM-Kabel-Paket für viele hundert Dirhams abschließen. Damit auch niemand fremdschaute, wurde ARD und ZDF und einige andere europäische Programme, die ebenfalls Übertragungsrechte für die WM gekauft hatten, einfach mal für 6 Wochen abgedreht. Also habe ich die meisten Spiele der WM zu Hause vor dem Kicker-Live-Ticker im Internet verfolgt – war nur ein bisschen gut.

Meine Freude war entsprechend groß, als ich gestern Abend zum ersten Mal seit Monaten (oder gar seit der WM 2010?) den Fernseher andrehte und ARD und ZDF waren noch/wieder da. Juhu! Ich bin live dabei, daheim auf dem Sofa! Und genau das werde ich heute Abend um 22.45 Uhr auch machen: Deutschland gegen Portugal im Fernsehen sehen. Ein paar Erdnuss-Flips dazu (ja, es gibt hier die echten Lorentz-Erdnussflips in jedem Supermarkt) und der einzige andere in Deutschland geborene Bewohner des Hauses neben mir auf dem Sofa – der Hund. Meine Kinder sind beide im Ausland zur Welt gekommen, daher zähle ich sie mal nicht zu den waschechten Deutschen, außerdem schlafen die dann schon.

Für Unruhe sorgte übrigens während der WM 2010 ein Gesetz in den Emiraten, dass das öffentliche Zeigen aller Landesflaggen – außer der der VAE natürlich – streng verbietet. Zahllose Expats mussten ihre Wimpel an den Autospiegeln und die Flagge ihres Heimatlandes am Haus enttäuscht wieder einrollen. Wenn die Deutschen gut spielen, werde ich meine Deutschland-Flagge wohl über den Fernseher hängen müssen.