Plagen

Es scheint als wäre der Frühling 2017 (das sind diese Stunden mit Sonnenschein zwischen dem ganzen Regen und den grauselig kühlen Temperaturen) für uns ein Frühling der Heimsuchungen. Nach Läusen und übereifrigen Feuermeldern dachte ich, ich hätte alles gesehen und alles erlebt. Mitnichten. Die nächste Heimsuchung kam in Form eines monströsen Befalls und wir sprechen hier von ein paar wirklich fiesen Kollegen, gegen welche die paar Läuschen geradezu kuschelig waren: PILZE. Weiterlesen

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Sie sind wieder da!

Sie sind wieder da. Dabei könnte alles so schön sein. Dubai hat den Sommer endlich hinter sich gelassen, die Temperaturen sind auf wunderbare 25 bis 30 Grad tagsüber und unter 20 Grad nachts gefallen. Die Balkontüren stehen nonstop offen, Frühstück, Mittagsessen und Abendbrot finden auf der Terrasse statt. Ein lauer Wind lässt die Blätter der Palme im Garten leicht rascheln, die Kinder spielen im Park vor der Haustür. Und dann geht es los. Kaum hat Muttern sich mit einem Glas Rotwein in den Gartenstuhl gesetzt, um den Sonnenuntergang live zu verfolgen, macht es: bsssssssssss. Weiterlesen

Mein Teekesselchen & Ich

Teekesselchen – ein Wort mit mehreren Bedeutungen erraten – war eins meiner Lieblingsspiele als Kind. Ich spiele es bis heute, dieser Tage allerdings meist unfreiwillig. Im Englischen, der zweiten Amts- und Umgangssprache in Dubai, gibt deutlich mehr Teekesselchen als im Deutschen und wenn man im Gespräch über eins stolpert ergibt sich oft eine gewisse Situationskomik. Weiterlesen

Sommer, Sonne, Eis und Schnee

Sommerferien. Juhu! Nicht mehr mitten in der Nacht aufstehen, um Pausenbrote und Frühstück vorzubereiten und mit dem Hund noch vor Schulbeginn spazieren zu gehen. Sommerferien. Oh Gott! Die Kinder sind den ganzen Tag zu Hause.

Zu allem Überfluss ist Ramadan und alle Restaurants haben tagsüber zu, da die Muslime im Fastenmonat erst nach Sonnenuntergang essen dürfen. Erwachsene, egal welcher Religion sie angehören, lassen sich besser in der Öffentlichkeit nicht beim Essen erwischen. Ein längerer Ausflug in die Mall bietet sich eher nicht an. Kino ebenfalls nicht, das ist für die Kinder ohne Popcorn unvorstellbar. Weiterlesen

Das Baguette

Beim Kaffeeklatsch am Wochenende wurde mir eine Geschichte zugetragen, die ich nicht glauben würde , würde ich nicht in Dubai wohnen. Da ich aber in Dubai wohne, habe ich schallend gelacht und gedacht, ja, genauso wird es gewesen sein.

Es begab sich im Garten einer freundlichen Frau, die eines Morgens besorgt feststellen musste, dass ihre Lieblingsblume schief wuchs. Nicht weiter schlimm, dachte sie sich, der Gärtner kommt heute eh, bitte ich ihn doch, die Blume mit einem Stock wieder auf den rechten Weg des Wachsens zu bringen. Gesagt, getan. Der Gärtner versicherte sofortige Durchführung der Blumen-Hilfsmaßnahmen und die freundliche Frau fuhr mit einer Sorge weniger zum Einkaufen. Weiterlesen

So ein Lümmel!!!!

….und das in meinem Garten!!! Jeden Morgen wieder bin ich zutiefst empört, wenn ich meine drei Dattel-Damen im Garten sehe. Die drei Biester sind auch dieses Jahr wieder schwanger und werden Ende Juni/Anfang Juli Hunderte kleiner, klebriger Dattel-Babies auf meine schönen Terrassenfliesen rieseln lassen.

Was habe ich den dreien nicht schon für Vorträge gehalten, sich ein wenig zurückzuhalten. Wir befinden uns schließlich in einem muslimischen Land! Weiterlesen

Des Rätsels Lösung!

Heute endlich des Rätsels Lösung, was auf diesem Foto zu sehen ist.

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Um die Spannung ein wenig zu erhöhen, verrate ich noch nicht, wer den grandiosen ersten Preis, ein wunderbares „Nichts“ gewonnen hat, sondern berichte zunächst, wie es zu dem Foto gekommen ist. Weiterlesen

Nomen est omen

Also, ich habs ja so gar nicht mit Pflanzen. Ich habe keinen grünen, sondern einen schwarzen Daumen. Soll heißen, jede Pflanze, die auch nur in meine Nähe kommt, sieht ihrem baldigen Ende entgegen. Wenn ich eine Figur bei Harry Potter wäre, wäre ich wohl so eine Art Dementor für Plfanzen.

Es liegt aber nicht daran, dass ich mich nicht um meine Pflanzen kümmern will. Im Gegenteil, eine Zeitlang habe den Garten zu meinem Hobby erkoren, es aber irgendwann zum Wohle der Pflanzen doch wieder gelassen. Gott sei Dank kann man sich in Dubai einen Gärtner leisten, der sich für ein paar Euro im Monat um den Garten kümmert. Ich bin zwar nicht sicher, ob mein Gärtner wesentlich mehr Pflanzentalent hat als ich, aber da er dafür bezahlt wird, kann er nicht so leicht aufgeben und immerhin erhält er die meisten Pflanzen am Leben.

Lange Rede, kurze Sinn: Ich habe also keine Ahnung von Pflanzen. Im Gegenteil zu Jane, meiner Nachbarin. Genau diese Jane habe ich heute Morgen beim Hundespaziergang getroffen. Jane hat nicht einen, sondern zehn grüne Daumen und in ihrem Garten blüht und sprießt es als wäre es immer Frühling. Irgendwann habe ich den Fehler gemacht, Jane um Gartentipps zu bitten. Seitdem sehe ich zu, dass ich Jane aus dem Weg gehe, da ich sonst von ihr so mit guten Ratschlägen zu Pflanzensorten, Wunderdüngern und Blumenpflege zugeschüttet werde, dass ich vor Langeweile drohe, einzugehen wie eine Primel.

Heute morgen habe ich den Fehler gemacht, die Titelseite der Zeitung anzusehen als ich noch in der Einfahrt stand und schwupps, schon hatte Jane mich in ihren Fängen. Nach einer längeren Einführung über Pflanzen, die nicht gut nebeneinander wachsen – und die natürlich alle direkt nebeneinander in meinem Garten vor sich hin vegetieren – schlug Jane mir vor, doch lieber Mother-in-law’s-tongue zu pflanzen. Weil die so pflegeleicht seien.

Häh? Erstens, was bitte ist eine Schwiegermutterzunge? Zweitens, warum in drei Gottes Namen sollte ich irgendetwas, was mit einer Schwiegermutter zu tun hat, in meinen Garten pflanzen? Und drittens, Schwiegermutter und pflegeleicht, seit wann kann man das zusammen in einem Satz sagen?

Die gute Jane bemerkte meine Verwirrung und zog mich ein paar Häuser weiter. Dort standen sie, schön in Reih und Glied gepflanzt: jede Menge Schwiegermutterzungen. Ich werde sie auf keinen Fall in meinen Garten pflanzen, aber der Name ist perfekt. Nomen est Omen.

Und wer genau wie ich keine Ahnung von Pflanzen hat, so sehen die Schwiegermutterzungen aus:

Ich werde nie wieder eine spitze Bemerkung meiner Schwiegermutter hören können, ohne an die Pflanze zu denken.