Die Weihnachts-Geister, die ich rief

Es ist noch nicht mal Anfang Dezember und „Last Christmas“ hängt mir schon zu den Ohren raus. Leider bin ich an meinem Unglück selber Schuld. Ich habe zwei besessene Weihnachtslieder-Freaks großgezogen – man könnte auch sagen, die Geister, die ich rief, sind außer Kontrolle geraten.

Alles begann vor drei Jahren. Da war die ältere Tochter sechs Jahre alt und es lagen 5,5 Weihnachten mit Rolf, seinen Freunden und der Weihnachtsbäckerei hinter mir. Wer jemals in der Weihnachtszeit in der Nähe von Kleinkindern war, weiß wovon ich spreche. Da, wenn es um Kinder geht, bekanntlich alles nur eine Phase ist, dachte ich mir vor drei Jahren, es sei an der Zeit den Weihnachtsliederhorizont des Nachwuchses ein wenig zu erweitern und das Ende der weihnachtlichen Rolf-Phase einzuläuten. Weiterlesen

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Sommerloch oder „Habe ich wirklich so lange nicht in den Spiegel geschaut?“

Sommerloch. So nennt man das wohl, wenn auch eher seriöse Zeitungen mit Geschichten aufwarten wie der des Ex-Guns N’Roses-Musikers Slash, der im süßen Alter von 14 Jahren die Mutter der Freundin betäubt hat, um auf dem Sofa ungestört Ringelpiez mit Anfassen machen zu können.

Dazu kann ich zwei Dinge beitragen. Ersten, ich habe auch nichts mehr zu berichten, bevor ich mich am Wochenende auf in den Urlaub nach Deutschland mache. Zweitens, ich sehe aus wie Slash. Ehrlich! Als ich die „News“ über den Gitarristen las, fiel mir eine Geschichte ein, die ich vor rund zwei Jahren als eine der ersten hier in meinem Blog geschrieben habe. Und weil ich damals ca. 3 Leser hatte und heute nichts besseres zu berichten habe, veröffentliche ich sie einfach noch mal, damit auch alle neuen Leser wissen, warum Slash und ich uns so ähnlich sehen: Weiterlesen

Schulkinder aus Zucker

Aus der beliebten Reihe „Nur in Dubai“ heute ein kleiner, nasser Eintrag zur Schulbildung meiner Kinder. Seit gestern Abend regnet es in Dubai. Besser gesagt, es schüttet sogar. Die Folgen sind immer die gleichen an den drei Regentagen im Jahr: Man überlegt, wo zum Teufel man nach dem letzten Regen den Regenschirm hingepackt hat, die Straßen sind überflutet und man blickt zitternd aufs Handy, ob die Schulen mal wieder wegen Regen geschlossen bleiben.

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Wenn die Queen ihr Klopapier zu Dirty Dancing faltet und dabei einen Alienangriff abwehrt…

Im Internet habe ich mal wieder etwas Interessantes gefunden: Eine Umfrage, wie viele der Befragten noch nie in ihrem Leben bei McDonald’s gegessen haben, eine Email verschickt oder ein Fussballspiel gesehen haben. Das hat mich auf die Idee gebracht, dass ich doch auch mal eine Umfrage machen könnte, um festzustellen, wer da so eigentlich sein Unwesen auf meinem Blog treibt. Selbstverständlich sind meine Fragen viel tiefsinniger als die oben genannten und psychologisch ausgesprochen ausgefeilt – ich will ja schließlich wissen, wen ich da im Zweifelsfall zur großen Sause nach Dubai einlade. Weiterlesen

Der Würstchen-Boogie

Als ich heute morgen in den Kühlschrank blickte, blickte nichts zurück. Will heißen, es herrscht – in Abwesenheit der Kinder – gähnende Leere im Kühlschrank. Ich genieße zwei Wochen ohne Kochen und vor allem ohne Sonderwünsche. Etwas weniger genossen habe ich die Tatsache, dass ich nichts zum Frühstück hatte.

Also rief ich schnell eine der wenigen Freundinnen an, die noch in Dubai ausharren und überredete sie, mit ihr zum Frühstück in eine der zahlreichen Malls zu fahren. Auf dem Weg dorthin standen wir an einem Kreisverkehr mit ausgesprochen langer, roter Ampelphase.

Plötzlich kreische meine Freundin auf: „Hör mal!“ und stellte das Radio auf eine Lautstärke, die sonst nur meine Kinder bei Katy Perry einfordern. Die Musik, die nun mein Trommelfell bis aufs Äußerste strapazierte, war leider nur wenig besser, rief dafür aber viele, schöne Erinnerungen hervor: „Words“ von FR David.

„Dazu habe ich in der Tanzschule was weiß ich für einen Tanz gelernt,“ seufzte meine Freundin und wippte mit dem ganzen Körper mit.

„Ich auch,“ stimmte ich begeistert ein und begann ebenfalls zu wippen.

„Ach, was war ich damals in den Jörg verliebt,“ meine Freundin seufzte, „den hab ich letztes Jahr im Sommerurlaub zufällig in der Stadt gesehen. Total fett und schmierig. Gut, dass manche Teenie-Träume nicht wahr werden.“

Während wir weiter in Erinnerungen schwelgten, blickte ich versonnen nach rechts und dachte mich trifft der Schlag. Im Auto neben uns saßen vier Frauen, die offensichtlich den gleichen Radiosender wie wir hörten, denn auch sie wippten begeistert mit – allerdings waren die vier vollverschleiert und sahen ein bisschen aus wie schwarze Würste, die im Takt der Musik schunkelten.

Ich musste ziemlich lachen, vor allem als die Damen zu uns rüber schauten und die eine im Takt der Musik ihren Gesichtsschleicher hoch- und runterwippen ließ. Wusste ich es doch! Unter den Schleiern geht es auch nicht anders zu als bei uns!

Die Schlumpf-Polizei

Saudi-Arabien ist normalerweise nicht das Traumreiseziel. Besonders für Frauen. Die dürfen da kein Auto fahren, müssen komplett verhüllt in der Öffentlichkeit sein und in den Restaurants gibt es Frauen-, Familien- und Männerteilung. Für Single-Frauen unter 45 stellt sich die Frage nach dem Traumreiseziel erst gar nicht, sie bekommen kein Visum.

Trotzdem, so kurz mal fand ich Saudi-Arabien gestern toll. Las ich doch irgendwo im Internet, dass die Religionspolizei eine Aufführung der Schlümpfe verboten hat. Die Musik war ihnen irgendwie zu viel. Mir auch! Ob die saudische Religionspolizei eine Aussenstelle in Dubai hat? Dann würde ich sie gerne zu mir nach Haus einladen und die bestimmt sehr ernst aussehenden Herren könnten meinen Kindern die Schlümpfe ebenfalls ein für allemal verbieten. Weiterlesen