Und was geht drunter ab?

Andere Länder, andere Sitten, andere Probleme. Nachdem letzthin eine Touristin aus der arabischen Region wegen ihres Gesichtsschleiers einer Aufführung in der Pariser Oper nicht bis zum Ende lauschen durfte ist das Thema Verschleierung und Kopftuch mal wieder in aller Munde.

Da kann ich natürlich nicht schweigen. Ich nähere mich dem Thema Kopftuch aber mal von der eher „praktischen“ Seite. Denn ich habe herausgefunden, wie es drunter aussieht. Oder genauer gesagt, wie es drunter NICHT aussieht. Nämlich verschmiert. Weiterlesen

Vom Mond, Kalendern und Vergesslichkeit

Eine Hausfrau aus Dubai wurde laut einem Zeitungsbericht von ihrem Mann mit einem ganz besonderen Geburtstagsgeschenk überrascht: Sie bekam von ihm einen Flug ins All geschenkt. Gemein wie ich bin, dachte ich sofort: Der will die Alte auf den Mond schießen.

Dann las ich, dass der Spaß rund 100.000 Euro kostet und Mutti bereits eine Trainingseinheit in Amsterdam absolviert hat. Das zweite Training findet in Paris statt und der Abschuss ins All erfolgt aus Kalifornien. Jetzt will ich zwar immer noch nicht auf den Mond geschossen werden, aber würde gerne zu den Trainingsstützpunkten reisen. Weiterlesen

Sexy in Kabul

Das Wochenende ist vorbei und war ereignislos – aber nicht ohne Spaß. Für den haben mal wieder meine Kinder gesorgt, die jeweils für ein Highlight unfreiwilliger Komik gesorgt haben. Leider können meine Kinder es gar nicht gut leiden, wenn man über sie und ihre unabsichtlichen Witze lacht, sprich ich muss zum Lachen in den Keller gehen.

Oder ich schreibe das Ganze auf und lache mich dabei kaputt, wenn die beiden in der Schule sind. Weiterlesen

Warten, warten, warten

Es ist wie das berühmte „Warten aufs Christkind“ – in Dubai dreht sich alles nur noch um eine Frage: Wird das Emirat den Zuschlag für die Expo 2020 bekommen oder nicht?

Die Chancen sind nach Ansicht aller einheimischen Medien, die tagtäglich über die Bewerbung von Dubai berichten, ganz großartig und es gibt zahllose internationale, prominente Vertreter, die sich für die erste Expo in einem arabischen Land aussprechen. Wenn man es doch nur endlich wüsste! Weiterlesen

Dallas, Denver, Paris, Riad

Die Geschichte hat alles, was eine Seifen-Oper braucht: schöne Menschen, Drama und einen echten Prinzen. Leider hat sie auch ein tödliches Ende für einen der Hauptdarsteller.

Als ich die Meldung in einer Dubaier Zeitung las, dachte ich zunächst: „Das kann doch gar nicht wahr sein. Das ist ja wie damals bei Dallas und Denver“ – die etwas älteren Jahrgänge werden wissen, wovon ich spreche. Ein paar Klicks und eine Google-Suche bestätigten jedoch, die Geschichte ist wahr und keine Erfindung von cleveren Drehbuchautoren.

Die Pariser Polizei untersucht laut Zeitungsberichten den Tod von Candice Cohen-Ahnine, die aus dem vierten Stock ihres Pariser Appartments fiel, angeblich weil sie auf der Flucht vor etwas „gefährlichem“ war. Grund genug hätte sie gehabt,  schließlich war die 35-jährige in einen erbitterten Sorgerechtsstreit mit dem Vater ihrer 11-jährigen Tochter verwickelt. Sogar ein Buch hat sie darüber geschrieben. Denn der Vater ihres Kindes ist ein Prinz aus der saudischen Königsfamilie.

Seit 2008 hat die Frau ihr Kind nicht mehr gesehen. Damals war sie – angeblich arglos – mit der Tochter nach Riad gereist, um den Vater zu treffen, mit den sie über mehrere Jahre eine Affäre hatte. Heirat ausgeschlossen, schließlich war Candice Cohen-Ahnine Jüdin. Genau dies sollte ihr zum Verhängnis werden. Sie wurde in Riad in ein Zimmer des Palastes gesperrt, weil sei angeblich eine Muslima war, die zum Judentum konvertiert sei. Ein Vergehen, das in Saudi-Arabien mit der Todesstrafe geahndet wird. Ihre Tochter blieb beim Vater.

Als der Frau schließlich die Flucht in die französische Botschaft gelang, riet man ihr nach Frankreich zurückzukehren und vor dort aus, um ihr Kind zu kämpfen. Im Januar dieses Jahres hatte Cohen-Ahnine endlich Erfolg. Ein französisches Gericht sprach ihr das alleinige Sorgerecht und Unterhalt von satten 10.000 Euro pro Monat zu. In der Theorie. Praktisch ignorierte der Vater des Kindes das Urteil und die französische Justiz „vergaß“ einen internationalen Haftbefehl gegen den saudischen Prinzen auszustellen. Immerhin, für Mitte September war ein Treffen mit der Tochter geplant.

Ich spare mir jeden Kommentar über „Schön und Reich“ und freu mich einfach mal dass ich Urlaub im Sauerland mache und mit meinen Kindern Schnitzel essen kann.